Die Nachwehen des Amoklaufs an der Winnender Albertville Realschule klingen immer noch nach. Zusammen mit einer Veranstaltung der Electronic Sports League, kurz: ESL, sollte in der Stuttgarter Liederhalle die Eltern-LAN stattfinden. Eine Veranstaltung in der es darum geht erwachsenen Menschen einmal zu zeigen womit sich die lieben Kleinen denn die Zeit vertreiben. Es geht um Counterstrike, Warcraft III, und Co.
Speziell Counterstrike wird ja immer sehr gerne an den Pranger gestellt und als Sündenbock missbraucht. Dass sich dieses Spiel aber nun schon seit guten 10 Jahren an der Spitze des internationalen eSport etabliert hat und auch einige wenige mittlerweile von diesem Sport leben können wird gerne ignoriert.
Nun stellt sich also die Stadt Stuttgart quer und verbietet die Eltern-LAN. Eine Veranstaltung zur Förderung der Medienkompetenz Erwachsener. Man sollte doch eigentlich meinen, dass das etwas Gutes sei. Das Verbot zeigt mir wieder einmal wie sehr man doch eigentlich eine Gemeinderats-LAN, oder eine Bürgermeister-LAN bräuchte. CDU und SPD gegeneinander im 5on5 auf de_dust. Ein durchaus ein witziger Gedanke.
Nicht ganz so witzig ist allerdings die Tatsache, dass hier wieder einmal mehr mit Verboten hantiert wird, als sich mit tatsächlichen Ursachen auseinanderzusetzen. Ein Mißstand der schleunigst geändert werden sollte. Unser Bildungs- und Schulsystem für solche Taten mitverantwortlich zu machen scheint in der Meinungsfindung deutlich unpopulärer.
Die Eltern-LAN gibt es übrigens in mehreren Städten. Weiter Informationen findet man bei spielbar.de.



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