Seelenheil

von Richard Detzer - 23.02.2010
Realitätszugewinn in den christlichen Kirchen kann nur von Vorteil sein. Hier stehen uns rosige Zeiten bevor, wenn wir es richtig zu nutzen wissen.

Was tun Menschen anders als, sie betreiben Seelenschädigung. Durch Religionen betriebene menschliche, persönliche und seelische Schädigungen haben zugenommen. Uns bekannte Religionen stellen weniger die Erlöser. Sie sind vielmehr Urheber, Verursacher, hauptverantwortlich zugleich. Als Korrektiv zum Gewaltbegriff haben Religionen regelrecht versagt. Die katholische Kirche will sich jetzt entschuldigen. Bei wem, wofür. Soll sich die katholische Kirche für ihre Organisationsform entschuldigen. Dafür, daß der oberste Führer die katholische Kirche mittels Alleinvertretungsanspruch, Deutungshoheit und gesetzlicher Zweifelsfreiheit regelrecht verpatzt hat. Soll sie sich für die Inanspruchnahme religiöser Freiheiten, für erweiterte priesterliche Freiheiten, für anerkannte Gemeinnützigkeit solchen Betriebs entschuldigen. Was ist mit anderen Religionen. Religionen arbeiten nicht als Religion, sie arbeiten fanatisch im Sinne einer Totalherrschaft. Der totale Faktor ist typisch für die Denkweise begreiflicherweise aller Menschen. Aber ist er auch richtig. Das geschieht noch im guten Glauben, alle Freiwilligkeit voraus gesetzt. Mögliche Sanktionen bei vorliegender Nichtfreiwilligkeit selten ausgeschlossen. Im Amt befindliche Führungskräfte lassen erkennbar zu wünschen übrig. Prämisse ist das Amt, persönliche Besetzung, gesetzlicher Schutz und Allmacht in der Ausübung. Ein qualifizierter Betrieb wäre uns lieber. Qualifikation hat etwas mit Fähigkeiten zu tun, Führungskräfte haben neuerdings selten mit Fähigkeiten zu tun. Wenn jeder einen Chef braucht um etwas zu tun, dann brauchen wir keine Führungskräfte. Eben, weil jeder einen Chef braucht. Da wir alle aus historischen Gründen ein gespaltenes Verhältnis zur Führungskraft haben, ersetzen wir Führungskräfte häufig durch Stümperanwesenheit. Es gibt keinen Schutz, keine Korrekturmöglichkeit, kein Recht auf Widerspruch. Ähnlich, wie in einer bekannten Ideologierunde. Wir sollten den Begriff der anerkannten und beweisrichtigen Führungskraft einführen. Der Vorteil in der Ausübung liegt dann wieder dort, wo Qualifikation eine Rolle spielt, nicht die Führungskraft. Der Faktor Seelenschädigung durch Religionen in der Reihe der letzten Ausübungen hat dagegen bestimmend aufzuhören. Und zwar jederzeit, global, entschieden und sofort.

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Channel: Inland  
Tags: Gott  Kirche  Religion  

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