Hochschulpolitik Schulz: "OECD-Studie verdeutlicht Defizite!"

von Swen Schulz - 08.09.2010
Die gestern veröffentlichte OECD-Studie "Bildung auf einen Blick 2010" offenbart die Mängel in der deutschen Bildungslandschaft. Immer noch nehmen zu wenig junge Menschen ein Studium auf, auch die Studienabbruchquote sind weiter zu hoch.

Die OECD-Ergebnisse schreien nach Korrekturen der Bildungspolitik von CDU, CSU und FDP! Eindrücklich hat die OECD dargelegt, dass in Deutschland trotz erheblicher Verbesserungen der letzten Jahre immer noch zu wenig junge Menschen ein Studium aufnehmen und dass die Studienabbruchquote nach wie vor
zu hoch ist. Im internationalen Vergleich fällt Deutschland immer weiter zurück - auch hinsichtlich der Investitionen in Bildung.

Deutschland muss den in SPD-Regierungsverantwortung eingeschlagenen Kurs der BAföG-Verbesserungen konsequent fortsetzen sowie die Lehre deutlich verbessern. Nur so können mehr junge Leute insbesondere aus einkommensschwachen oder bildungsfernen Familien für ein Studium gewonnen und die Abbrecherquote reduziert werden. Darüber hinaus ist eine Fortsetzung des Hochschulpaktes zum Ausbau der Studienplätze nötig - in den nächsten Jahren auch mit Blick auf den Ausbau der Master-Studiengänge, damit allen Bachelor-Absolventen der Zugang zum Master-Studium ermöglicht wird.

Lediglich 200 Millionen für Investitionen in bessere Lehre
Doch Bildungsministerin Schavan hat im Bundesrat lieber das untaugliche Stipendienprogramm durchgesetzt als sich um eine ordentliche BAföG-Novelle zu kümmern. Sie hat die Empfehlungen des Wissenschaftsrates für gute Lehre ignoriert und statt über einer Milliarde jährlich lediglich 200 Millionen für Investitionen in bessere Lehre vorgesehen. Die Bundesregierung muss den OECD-Bericht ernst nehmen und die Probleme endlich energisch anpacken!

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