Da ist sie nun. Die Partei der Wahlverluste, die Sorge um die Wiederwahl. Der Schrecken vor der Krise, die Angst vor dem Haushaltsloch. Partei mit Mitgliederschwund, Partei mit Geltungsverlust. Politik die niemand mehr will, die niemand versteht. Alles Quatsch.
Die Partei hat die größte Entlassungswelle nach dem zweiten Weltkrieg und der Maueröffnung hinter sich gebracht. Massenentlassung und Austritte von Mitgliedern, massenhaft Entlassung bei Wählerschichten.
Aber worum, und wofür. Die Antwort geben wir. Verständlich, dass zu der Zeit niemand SPD wählen will. Hat doch jeder genug zu tun, mental in der Geschichte seiner dürftigen Existenz rückwirkend vor dem Beginn der weltweiten Gesellschafts-, Wirtschafts-, Finanz- und Versorgungskrise Zuflucht zu suchen.
Der krisenbreit gestreuten Gesellschaft fehlen praktisch sämtliche Eigenschaften, welche die Genossenschaft der SPD seit langem auszeichnen. Zusammenstehen, und gemeinsam nach Lösung suchen. SPD steht für einen zuverlässigen, fähigen und möglichen Weg aus der Krise.
Das sollte langsam bekannt werden. Alle schreien, ich kann Kanzler. Niemand schreit, ich kann Krise. SPD kann Krise. SPD hat die Krise nicht beschlossen, dafür zeichnen andere verantwortlich. Wir zeichnen für das Gegenteil. Wir zeichnen für einen fähigen, vernünftigen, überzeugenden und zeitgemäßen Weg aus der Krise.
Der Koalitionsverlust hat der Partei nicht geschadet – im Gegenteil. Der Vertrauensverlust hat die SPD nicht erreicht, wozu auch. Inneres Zerwürfnis und innere Zerrissenheit interessieren nur die, die dort beheimatet sind.
Die Macher und die Machart der Partei interessiert das nicht. Es wird notwendig sein, die Organisationsstruktur der Partei auf möglich und auf modern umzustellen, damit neue Wege, neue Leute und neue Ideen in der Partei Platz nehmen können.
Das ist die Zukunft. Die Zukunft ersetzt das alte Denken und die alte Machart, nicht nur in der Partei. Wir sind SPD. Wir gehen als erste rein, wir gehen als erste raus aus der Krise. Schön, wenn das beim Wähler wieder Anklang findet.



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