Dennoch fehlt uns weiterhin eine Kulturdebatte die in Zusammenhang mit der Bildungsdebatte geführt werden müsste.
Kultureinrichtungen und -angebote sind bundesweit in Gefahr eingekürzt zu werden aufgrund der Folgen der Finanzkrise. Die Kulturelle Bildung ist in den Schulen längst mehr schulpolitische Notdurft denn Bereicherung des Lernens und der Bildung. Die so genannten musischen Fächer leiden genau wie alle anderen unter Stofffülle und zu viel Frontalunterricht mit Vokabelwissen für Klassenarbeiten. Schöpferische Potentiale werden eher verschüttet denn gefördert oder gefordert. Künstlerische Aktivitäten dienen vielen Schulen hauptsächlich zu Werbezwecken.
Da ist also viel Raum für SPD-Profil und SPD-Forderungen. Ein Rap-Song in zwei Jahren auf dem Parteitag, so wie es Siegmar Gabriel vorgeschlagen hat, wird uns nur dann weiterhelfen, wenn dieser in weitere kulturelle Projekte der SPD eingebunden ist und zugleich unsere Positionen bezüglich Kultur untermauert.
Die Rapper haben den möglichen Stellenwert kultureller Bildung und Methoden für uns alle anschaulich gemacht. Nutzen wir die Chance, ihre Initiative nicht als Eintagsfliege der SPD-Geschichte stehen zu lassen.



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