

Um es vorweg zu nehmen, in welcher Art und Weise eine Staatsmacht gegen seine Bürger vorgeht, ist sicher von Staat zu Staat unterschiedlich und sicher auch nicht immer fein.
Wir kennen hier mindestens schon zwei Extreme! Zum einen das russische, welches mit diktatorischen Zügen und recht robuster Gewalt gegen Demonstranten auftritt. Und wir kennen dann aber auch das laue. Hier kann als jüngstes Beispiel das auch bürgerrechtlich höchst zweifelhafte Auftreten der Berliner Polizei anläßlich der Mai-Demonstrationen benannt werden. Letzthin sollten die Betrachter sich die Frage stellen, welche Polizei die ihr vom Staat auferlegten Aufgaben und Ziele besser meisterte.
Zweifelsohne schneidet hier die Berliner Polizei sehr schlecht ab, gelang es ihr doch offenbar keine der Ihr vorgegebenen Ziele zu erreichen. Sie schützte nicht das Hab und Gut unbeteiligter Bürger, sie verhinderte keine rohe Gewalt der extremen Linken und um allem auch noch die Krone aufzusetzen, wurden dabei 400 (!) Polizisten im Dienst verletzt. Sie kam also nicht einmal ihrer Obhutspflicht für die eigenen Beamten (Menschen!) nach!
Nun zu der Frage, die vom Autor des vorstehenden Artikel sicher präferiert wird. Die Frage, ob Schwule mit ihrem Schwulsein, dieses öffentlich zur Schau stellend um ihre angeblich beschnittenen Rechte demonstrieren dürfen. Als der Demokratie grundsätzlich nahestehender Bürger würde ich, ob mir Schwulsein gefällt oder nicht (es tut es nicht), dies erstmal mit JA beantworten. Ich will auch ganz bewußt die für mich als nebensächlich geltende Art und Weise solcher Demonstrationen außer Acht lassen, die für einen „Normalo“ mitunter schon die Grenzen des guten Geschmacks (der ja eben sehr subjektiv sein kann) weit überschreitet. Und so von irreführenden Subjektivitäten (denn Schwule oder auch Lesben können ganz nette und auch schöne und liebenswerte [rein platonisch versteht sich] Menschen sein – eben wie im Rest der Gesellschaft) befreit, möchte ich dann doch mal den Kern des Problems beleuchten, der sich eben nicht an knappen, schrillbunten Fetzen und Frisuren orientieren kann.
Die Frage ob eine Gesellschaft die Schwule und Lesben auf offener Straße demonstrieren läßt, ist eine Frage nach den Werten, die dieser Gesellschaft zugrunde liegen. Für diese Frage fehlt mir der tiefere Einblick in die russische Gesellschaft und deshalb überlasse ich den Russen die Beantwortung dieser Frage und ihr Land selbst. Ich glaube allerdings schon recht gut überschauen können, welche Bedeutung die in den letzten Jahrzehnten in Deutschland geformte öffentliche Meinung zu diesem Problem für unsere Gesellschaft hat. Diese Bedeutung ergibt sich zum einen aus denn Quellen, aus denen das offen gelebte Schwul-/Lesbensein entspringt und zum anderen aus den Folgen für unsere Gesellschaft.
Wenn wir mal davon ausgehen, daß das rein pathologische Schwul-/Lesbensein in einem mir nicht bekannten Prozentsatz in jedem Volk vorkommt, gehe ich sofort dazu über, warum es so öffentlich propagiert und gleichgestellt wird und damit noch zusätzlich um das schicke, hippe und trendige (also das rein dumme) Schwul-/Lesbensein erweitert wird. Dafür gibt es nur eine Antwort, und das ist die Gesellschaftsordnung und deren Wertebasis in der wir uns heute befinden. Hier in der zunehmend unsozialer werdenden liberalen Marktwirtschaft gilt nur das eigene Interesse, der Egoismus des Einzelindividuums oder auch einer Schicht oder Interessengruppe. Dies wird umschrieben mit dem Wörtchen Freiheit jedem Mitglied dieser Gesellschaft als sein uhreigenstes Menschenrecht suggeriert. Dabei wird offenbar bewußt, um diese Gesellschaft zu spalten und lenkbarer zu machen, jedem Adressaten dieser frohen Botschaft verheimlicht, daß eine wirkliche Freiheit nur die sein kann, die nicht darauf beruht, einem oder mehrer anderer Menschen, Schichten oder Volksgruppen damit Nachteile (das Leben schwer oder gar unmöglich zu machen) zu bereiten. Der Leser mag jetzt gleich die Frage stellen, welchen Schaden die Schwule und Lesben hier wohl anrichten mögen, und ich könnte sogleich auf die Vertreter dieser Gruppe verweisen, die es schon in recht beeindruckende Machtpositionen in diesem Lande geschafft haben und dort auch schon eine recht eindrucksvolle Schneise der Verwüstung in den verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen hinterließen. Eine Aufzählung in die auch die oben schon erwähnten vierhundert verletzten Berliner Polizisten gehören würden, möchte ich mir hier bewußt verkneifen, da ich keine Kollektivverurteilung befürworte.
Ganz klar allerdings muß herausgestellt werden, daß der wertezersetzende Einfluß dieser öffentlichen Zurschaustellung grenzenloser sexueller Freizügigkeit dann schon einer ganzen Gruppe angelastet werden muß. Hierbei ist die nach meiner subjektiven Beurteilung, schlimmste Wirkung die, die auf unsere Kinder und Jugendlichen ausgeübt wird. Diese Kinder und Jugendlichen, die in ihrem Weltbild wie auch in ihrer Sexualität noch ungeformt in die Gesellschaft treten, erwarten von dieser eine „Einweisung“ in das auf sie zukommende Leben. Wenn diese „Einweisung“ jedoch durch die Gesellschaft gegen jegliche natürlichen/gesellschaftlichen Regeln erfolgt, wird bei der wichtigsten gesellschaftlichen Schicht (der zukunftstragenden!) eine Orientierungslosigkeit gepaart mit nachgelebtem Egoismus erzeugt, die für jedes Volk dieser Erde früher oder später tödlich sein muß. Noch da zu, wenn die gelehrten sexuellen Regeln nicht die einzigen Falschlehren sind, die der Zukunft unseres Volkes eingetrichtert werden. Die alles entscheidende Frage nach der eigenen Weiterentwicklung für das Volk von dem ich mein Leben erhielt und das saubere und ehrliche Streben nach eigener Fortpflanzung tritt in den Hintergrund hinter ein von Egoismus oder auch Selbstbemitleidung geprägten Unrechtsempfinden des Einzelnen.
Noch mal zum rechten Verständnis, ich habe nichts gegen echte Lesben und Schwule, solange diese ihre Neigungen nicht in aller Öffentlichkeit propagieren und zudem diese Neigungen keinem anderen aufdrängen, der das nicht will oder der nicht weis ob er das überhaupt je wollen wird (Kinder! – hier die Ehe zwischen zwei Schwulen oder zwei Lesben, denen obendrein sogar noch die Adoption erlaubt wird – was ich für den Gipfel der Wertezersetzung schlecht hin halte – was soll aus diesen Kindern mal werden?).
So die russische Regierung gemeinsam mit der orthodoxen russischen Kirche diese Thematik in dieser Art beurteilt und daraus ihre Einstellung zur Frage solcher Demonstrationen und deren Verbot ableitet, kann ich nur zustimmen. Wenn dann in einer solchen Beinahediktatur, wie sie es nun mal in Rußland zu geben scheint, dennoch demonstriert wird, ja dann müssen die Demonstranten, ob Schwule, ob Oppositionelle oder wer auch immer, mit Repressalien und auch Gefängnis rechnen. Jede Gesellschaft hat, besonders wenn es vom Volke mit getragen wird, das Recht ja sogar die Pflicht, die ihr zugrundeliegenden Werte zu verteidigen. Tut sie dies nicht, ist sie dem Untergang geweiht.
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