Eine Wiki-Mindmap, die Themen der Netzpoltikbasis zusammenfasst Mitmachen: Was gehört zur digitalen Gesellschaft?

von Henning Tillmann - 25.01.2010

So kannst du mitmachen:

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  • Besuche die von mir erstellte Mindmap
  • Du kannst jetzt Inhalte einfügen oder ändern (bedenke bitte wie bei jeder Wiki - Änderungen genau vorher prüfen und am besten über die Notizfunktion (unten rechts) dokumentieren)
Schluss mit den Strukturdiskussionen - es geht um Inhalte! Eine offene Mindmap soll Themen sammeln und Inhalte entsprechend clustern.

In den letzten Wochen gab es viele Diskussionen bei netzaffinen und netzpolitikinteressierten SPD-Mitgliedern, wie sich der Parteivorstand einen inhaltlichen Diskurs zu dem Thema vorzustellen hat. Es gab u.a. Kritik, dass der von Björn Böhning geleitete Gesprächskreis „Netzpolitik und digitale Gesellschaft“ nicht offen sei (obwohl er nicht einmal wirklich angefangen hat zu arbeiten). Was aber konkret inhaltlich gemacht werden soll, fand in den Kommentaren keinen Platz. Ich möchte nun genau an dieser Stelle ansetzen.

Bezugnehmend auf meinen Beitrag Netzpolitik ist notwendig, aber nicht hinreichend und auch der Diskussionen des SPD-Netzpolitik-Treffens in Berlin habe ich eine (offene) Mindmap erstellt. Diese kann und soll von allen Interessierten ergänzt und inhaltlich erweitert werden. Die SPD ist und war eine Partei, die sich immer mit umfassenden gesellschaftlichen Lösungen beschäftigt hat. Dies sollte auch unser Anspruch sein, das Thema Netzpolitik auf eine grundlegende Ebene zu bringen. Was heißt eigentlich die Vernetzung der Gesellschaft? Was bedeutet es, wenn der Zugang zu Webseiten erschwert wird? Welche Bedeutung hat ein Breitbandzugang für die Teilhabe in der Gesellschaft? Wie stellen wir uns die Gesellschaft im 21. Jahrhundert vor? Meine Mindmap ist sicherlich nicht vollständig. Bitte ergänzt sie, erweitert sie, nutzt sie wie ein Wiki. Nutzt die Kommentarfunktionen (Notizen), um Änderungen kenntlich zu machen.

Link zur Mindmap: http://www.mindmeister.com/40134187/digitale-gesellschaft


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Mindmap: Digitale Gesellschaft

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Ein paar Ergänzungen

Bild von Harald Wellmann

Leider scheinen Trackbacks von Wordpress hier nicht zu funktionieren. Deswegen nochmal explizit als Kommentar drei Stichpunkte, die ich in der Mindmap ergänzen würde:

  • Open Source
  • Open Access
  • Open Data

Mehr Hintergrund dazu steht hier: http://rotstehtunsgut.de/2010/02/01/mindmap-digitale-gesellschaft

Trackbacks - stimmt!

Mit den Trackback-Modul bei Drupal haben wir ein paar Probleme! Danke für die Hinweise!

Eine Sau Namens "Netzpolitik".

Bild von Jens Kampe

Netzpolitik, stand auf der Einladung bei Facebook. Was sollte das sein?
Jetzt habe ich mich durch die Beiträge der letzten Tage gelesen und bin, ehrlich gesagt, immer noch nicht schlauer. Soll es um Politik im Netz gehen, oder ehr um das Netz in der Politik? Geht es um Ursula, oder um follower? Ich habe das Gefühl, das darüber auch im AK zur Netzpolitik kein Konsens herrscht.

Brauchen wir wirklich ein Forum in dem wir uns politisch äußern können, und wenn ja, wer liest`s? Meiner Einschätzung nach sind viele User im Netz dermaßen unpolitisch, weil die Welt in der die „echte“ Politik gemacht wird, die Welt „da draußen“ ist. Millionen von Beiträgen, Kritik und Gedanken. Unmöglich alle zu lesen und genau so unmöglich damit etwas zu bewirken. Das Netz hat keinen Faden nach Berlin...

Das ist, denke ich, der Vorbehalt vieler junger, nicht unpolitischer(!), Netuser. Können wir das ändern? Sollen wir das ändern? Oder ändert sich bald die gesamte Gesellschaft? Petitionen können jetzt schon online eingegeben und unterzeichnet werden. Ich war auch gegen die von Zensursula dabei. Es hat mich jedoch viel Kraft gekostet, bevor ich meine Unterschrift darunter setzten konnte: Wenn die Seite von Apple so kompliziert aufgebaut wäre wie die des Petitionsausschusses, hätten die bis heute nicht ein iphone verkauft.
Das ist eben die Kluft, die zwischen dem Politiker und seinem begehrten, jungen, schnellklickenden Wähler klafft.

Und Begehrlichkeiten sind es nach meiner Einschätzung auch, die jetzt die neue Sau namens Netzpolitik durchs digitale Dorf treiben. Nach dem leztjährigen Wahldebakel fällte der Fokus des Interesses auch, oder gerade, in der SPD, auf den vermeintlich unpolitischen Netzler.
Ich glaube nicht, dass das funktioniert!
Da „wir user“ zum einen nicht unpolitisch sind (ich bin seid 15 Jahren Mitglied der SPD) und unsere Anliegen gerne da anbringen, wo sie gehör finden, ist das Netz für mich (noch) kein Platz für ernsthafte politische Diskusionen.

Jens Kampe

Netzpolitik

Bild von Anonymous

"Netzpolitik" ist genauso ein unscharfer Sammelbegriff wie "Friedenspolitik" - Er wird durch das definiert, was die Menschen tun, die sich um ihn versammeln. Und in der SPD und drumherum gibt es eine Menge Leute, die sehen, dass es Handlungsbedarf in einer Vielzahl Felder gibt. Die Mindmap kann Dir einen Überblick geben.

Deine Kritik basiert auf dem Trugschluss, dass es ein "im Netz" und ein "außerhalb" gibt. Wir sitzen alle außerhalb und schauen ab und zu per Computer, Telefon oder was weiß ich hinein. Es gibt Leute, die sich da mehr auskennen und es gibt welche, die sich weniger auskennen. Und es gibt vor allem verschiedene Ideologien: Da ist die Ideologie der letzten 100 Jahre, die besagt, dass Technologie unser aller Leben glückerlicher machen wird und da ist sind die neue Skeptiker, die sagen, dass Technologie ein zweischneidiges Schwert ist und dass man damit umgehen können muss, um möglich viel Positives zu schützen.

Viele der alten Politiker haben ein geradezu naives Grundvertrauen in alles Technische - sie können selbst nicht damit umgehen, aber der deutsche Ingenieur wird schon dabei helfen, alle gesellschaftlichen Probleme zu lösen.

Viele der Neuen sind aber auch nicht weniger naiv, wenn sie meinen, dass alles gut wird, wenn man sich möglichst wenig einmischt. Denn das was sie "nicht einmischen" nennen ist auch eine Regel: Netzneutralität ist kein Wert, der aus der Technologie selbst ergibt. Es ist eine Abmachung unter Menschen, die Technologie auf eine bestimmte Art einzusetzen.

Natürlich soll "Netzpolitik" nicht die "echte" Politik ersetzen. Es geht im Allgemeinen um die Gestaltung von Veränderungen, die das Netz mit sich bringt und es geht im Speziellen um die Nutzung des Netzes für demokratische Prozesse. Das Telefon und der Brief haben da einen selbstverständlichen Platz gefunden. Für das Netz müssen wir den erst finden.

Die Menschen können sich im Netz finden und organisieren und daraus erwächst dann das, was Du als echte Politik bezeichnest.

Vernetzung

Bild von Rolf Ullrich

Computer und das Internet sind Allgemeingut geworden. Das hat zur Folge, dass irgendwann mal Lernziele festgelegt werden müssen, die Inhalte beschreiben, aber auch die Materialfrage aufwerfen.
Bis dato gilt, dass der Umgang mit Computern ein kathegorischer Imperativ, also voraussetzungslos gut ist. Eine Wertigkeit der einzelnen Sachgebiete z.B. Spiele vs. Kommunikation steht dabei nur nach Maßgabe moralischer Kriterien zur Diskussion. Indessen wird ein Computerspiel-Liebhber seinen Rechner ebenso beherrschen wie ein emsiger Briefeschreiber.
Die Formulierung der Lernziele kann natürlich auch auf Ebene der Parteien oder einer Partei stattfinden, wenn sich der Staat damit Zeit lässt. Es ist zu hinterfragen, was von dem Parteimitglied in puncto Computerwesen verlangt werden soll.
Nun herrscht ja der Topos vor, junge Leute kennen sich im Net gut aus, Menschen ab einer gewissen Jahrgangsstufe eher weniger. Dies wird dahingehend zu korrigieren sein, dass von Bürgern auszugehen ist, an denen das Computerwesen spurlos vorübergegangen ist, ebenso wie es auch in hochzivilisierten Ländern noch Analphabeten gibt. Parteien können hier korrigierend wirken.
Sie können darüberhinaus auch neben Grundkenntnissen spezialisierte Kenntnisse vermitteln, die außerhalb des staatlichen Interesse liegen.

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