Die Chance dazu bietet sich auch jetzt wieder, nachdem das Vertrauen in diese Fähigkeiten in den letzen 10 Jahren aus verschiedenen Gründen etwas verloren gegangen ist. Die gegenwärtige Wirtschaftskrise und der Absturz der Wachstumsgesellschaft, hat die Abhängigkeit unseres Sozialstaates,- als auch die Sicherheit von Arbeitsplätzen und den Wohlstand-, vom stetigen Wachstum offenbart.
Alles schreit jetzt wieder nach Wirtschaftswachstum als Allheilmittel. Stetiges Wirtschaftswachstum mit mehr Rohstoffverbrauch wird es aber in absehbarer Zeit nicht mehr geben. Zudem bleibt der technische Fortschritt nicht stehen, auch weiterhin wird menschliche Arbeitskraft durch immer bessere und schnellere elektromechanische Automaten ersetzt.
Die logische Folge ist also, ein System zu planen welches auch bei stagnierendem Wachstum und geringer werdendem Bedarf an menschlicher Arbeitskraft, den Sozialstaat und den Wohlstand sichert. Um die Basis des Wohlstandes, also gute Arbeit mit gerechten Löhnen und Vollbeschäftigung, zu gewährleisten, ist eine Umverteilung der Arbeit in kürzere Regelarbeitszeiten notwendig. Der Massenhafte Einsatz der „Kurzarbeit“ in den letzten Monaten hat dazu bereits einen Nachweis erbracht. Eine Reform unserer Arbeitszeitordnung ist dringend geboten.
Der tiefere Sinn des menschlichen Erfindergeistes ist das Streben nach einem leichteren und angenehmeren Leben mit geringerer körperlicher Anstrengung. Dies sollte aber für alle gelten und nicht, wie es in unserer Zeit läuft, dass immer weniger Menschen immer mehr arbeiten und immer mehr Menschen keine Arbeit haben.
Zwingend notwendig in diesem Zusammenhang ist aber auch eine Reform unseres Finanz- und Steuersystems. Wir müssen weg vom ständigen Anhäufen privaten Reichtums auf relativ wenige Superreiche und hin zu mehr gemeinschaftlichen Reichtum. Von der vorhandenen Geldmenge wandert immer mehr zu einem kleinen Teil unserer Bevölkerung, während die Geldmenge für die Masse der Bevölkerung immer kleiner wird und damit auch die Kaufkraft schwindet, eine Spirale die in den Abgrund führt.
Selbst der Chef der Deutschen Bank, Ackermann, hat dies erkannt, seine neueste Aussage: „Die hohen Gewinne müssen den Menschen dienen“, also auch hier ist eine Umverteilung notwendig, schon allein aus dem Grund, einen finanzielle Ausgleich bei kürzeren Regelarbeitszeiten zu gewährleisten. Wenn die SPD diese Thesen offensiv und programmatisch vertritt, werden die Bürger wieder Vertrauen schöpfen und mit der SPD ihre Zukunft planen.



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