Unter dem Dach der Gleichstellungspolitik der SPD sollen Frauenpolitik und Männerpolitik gleichberechtigt nebeneinanderstehen. Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche ebenso wertschätzen wie die weibliche!
Die Fixierung auf ausschließlich frauenpolitische Inhalte und Forderungen in der Gleichstellungspolitik ist nicht mehr zeitgemäß und muss um männerpolitische Inhalte und Forderungen ergänzt werden.
Gleichstellungspolitik muss im Sinne des Gender Mainstreaming überprüft und erneuert werden.
Gleichstellungsarbeit und Gleichstellungspolitik sollte nicht, wie bisher, das exklusive Geschäft von Frauen in der SPD sein. Im Sinne der sozialen und demokratischen Inhalte der SPD muss es gelingen Mann und Frau als gleichwertig zu betrachten und in Folge dessen müssen auch männerpolitische Forderungen formuliert werden. Die Einseitigkeit ist aufzuheben!
Es steht der SPD gut zu Gesicht, wenn sie die Verhältnisse zwischen Mann und Frau weiter demokratisiert und sich dies im Auftreten des Parteiapparates und in seinen Initiativen niederschlägt.
Die SPD muss im Rahmen der Gleichstellungspolitik die sozialen Belange für Mann und Frau im Auge behalten und für Möglichkeiten des sozialen Ausgleiches zwischen den Geschlechtern sorgen. Benachteiligungen sind, unabhängig vom Geschlecht, entgegenzutreten. Dies wird zum sozialen Frieden zwischen Mann und Frau deutlich beitragen.
Der Bundesvorstand der SPD soll das Thema Gleichstellung von Mann und Frau zur Chefsache machen, sich im kommenden Wahlkampf mit deutlichen Aussagen den Wählerinnen und Wählern präsentieren, um dieser gleichstellungspolitischen Erneuerung Nachdruck zu verleihen.
Warum ich das so formuliere?
…weil die rechtliche Gleichstellung von Mann und Frau weitgehend erreicht ist (Zitat aus Protokoll der Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten).
…weil Gleichstellungsarbeit schon längst überwiegend im Ehrenamt oder nebenberuflich ausgeübt wird.
…weil die wenigen hauptberuflich damit Beschäftigten in den Zielen keine Einigkeit mehr haben.
…weil sich zu wenig Menschen mit der bisherigen Gleichstellungspolitik identifizieren können.
…weil die derzeitige Gleichstellungspolitik an den Lebensrealitäten der jungen Frauen und Männer vorbeigeht
…weil sich auch Gleichstellungsarbeit an Gender Mainstreaming orientieren muss und hier kein Nischendasein führen darf.
…weil es Bundesländer gibt, die für Gleichstellungsarbeit keine Finanzmittel mehr zur Verfügung stellen.
…weil es Universitäten gibt, die Gleichstellungsbeauftragte abschaffen, weil sie nichts zur Exzellent der Uni beitragen.
…weil es Kommunalpolitiker gibt, die sich auf Gerichtsurteile von Verwaltungsgerichten stützen, die es ermöglichen keine Gleichstellungsbeauftragte zu ernennen, wenn der Haushalt knapp ist.
…weil es Zeit sich ehrlich einzugestehen, wie schlecht es um Gleichstellungsarbeit und Gleichstellungspolitik in Deutschland steht.
Wer die Totenglocken nicht hören möchte, der muss jetzt handeln! Nur die Inklusion der Männerpolitik kann die Gleichstellungspolitik noch retten.
Aber gut, wenn ihr das nicht glauben wollt, dann warten wir einfach noch ein paar Jahre und werden sehen…



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