Der SPIEGEL ist eine Ikone des Journalismus - umso mehr ist es dann ärgerlich, wenn aus purer Sensationslust bestimmte Geschichten vollkommen verdreht werden.
Der Artikel zum Beispiel: SPD Spitze an der Uni- Gabriels Slapsticks zähmen Streik-Studis. Das bemerkenswerte an dem Vorgang ist doch eigentlich, dass sich die SPD-Spitze direkt zu den Studierenden bewegt, mit Ihnen diskutiert, auch mal kritisch. Das wäre auch von anderen Spitzenpolitikern zu wünschen.
Stattdessen macht der SPIEGEL daraus wieder einen "heimlichen Wettbewerb" zwischen Gabriel und Steinmeier - als ob die beiden nichts anderes zu tun hätten? Hallo, liebe SPIEGEL-Redaktion, lieber Veit Medick - die nächsten Bundestagswahlen sind erst in vier Jahren, tut doch nicht immer so, als ob es Politikern nur darum gehen würde, sich für die Bundeskanzlerkandidatur in die richtige Position zu bringen!
Und auch wenn Umfragen der SPD immer noch eine harte Zeit vorhersagen, so ist glaube ich in der SPD zur Zeit der innerparteiliche Machtkampf zwischen den verschiedenen Flügeln wirklich zum Erliegen gekommen. Schade für den SPIEGEL, weil dann bestimmte Themen wegfallen. Aber vielleicht wird dann wieder über die Sachthemen etwas mehr gesprochen.



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