Da wird großartig mit viel Parteiprominez der 20. Geburtstag gefeiert, als ob es die 40-Blockflötenjahre nie gegeben hat. Festredner feiern sich als die wahren Demokraten, doch wer seine Vergangenheit leugnet kann doch wohl kein ehrlicher Demokrat sein.
So gerne würde man die Blockflötenjahre vergessen, wie so oft nach Wendezeiten und stellt scheinheilig fest, dass es ja nur Widerständler waren, die aus Protest zur SED der damaligen CDU beigetreten sind. So einfach darf und kann man es sich aber nicht machen, will man glaubwürdige Politik vertreten!
20 Jahre Wendedrehung hätte man feiern können, denn im Gegensatz zu SPD und Grünen konnten die PDS und CDU auf gefestigte Strukturen und genug Finanzmittel aufbauen. Da war es leicht, in den Kommunen Fuß zu fassen, während die anderen erst mühsam eine Struktur aufbauen mussten.
Das sieht man noch heute, wenn man die Ortsvereine miteinander vergleicht. Nun darf man natürlich 20 Jahre nach der Wende nicht die gesamte Ost-CDU als Wendehälse bezeichnen, denn sie kann sich heute auch auf einen aufgeklärten Nachwuchs stützen, dennoch darf man gegen die „Alt-CDU’ler“ doch gewisse Vorbehalte haben.
Wann endlich arbeitet die Ost-CDU endlich den größeren Teil ihrer Geschichte auf und bekennt sich zu ihrer Vergangenheit? 65 Jahre ist ein feierwürdiger Geburtstag und wäre hierzu ein guter Anlass gewesen.



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