Zur Rede von Franz Müntefering Eine Rede wie immer...

von Andreas Helsper - 13.11.2009
Eine ganz normale Parteitagsrede, so mein Fazit der Rede von Franz Müntefering.

Franz Müntefering spricht darüber, dass die SPD den Mief der Kohl-Regierung loswerden musste und das Land in elf Regierungsjahren erneuert hat. Er sprach über viele Erfolge dieser Zeit. "Leistung muss sich wieder lohnen“ sei sozialdemokratisch, alle müssen Chance haben, etwas zu leisten, und dafür den gerechten Lohn bekommen. Ein Pläydoyer für den Mindestlohn. Ebenso spricht er über die Bedeutung von Bildung und zitiert zu mehreren Themen aus dem Wahlprogramm. Es ging auch darum, dass wie die Lage der SPD 1990 war (10 Prozent hinter der CDU) und wie sie sich bis 1998, also zur Regierungsübernahme entwickelte.

 

Kein Wort dazu, warum wir die Wahl verloren haben. Das es im Wahlkampf nicht gelang, eigene Inhalte wie die Bürgerversicherung herauszustellen. Kein kritisches Wort dazu, dass wir ein Glaubwürdigkeitsproblem haben, weil wir Finanzmärkte dereguliert haben und ihn jetzt wieder reguliert haben, kein Wort zur innerparteilichen Demokratie. Franz Müntefering nennt zwar die Piraten und deren Erfolg bei der Bundestagswahl, verschweigt aber, dass sie die Partei erst gründete, weil die SPD ihren Grundwert Freiheit vernachlässigt hat.

 

Etwas mehr Demut und Selbstkritik hätte gut getan.

 

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