Die Wissenschaft hat festgestellt

von SJD-Die Falken - 06.03.2010

Im Rahmen einer Kampagne unter dem Motto „There is no alternative – feminism!“ haben die Falken Materialien für die Bildungsarbeit zusammengestellt. Neben diversen Kampagnenmaterialien ist auch eine Broschüre unter dem Titel „10 Argumente für Feminismus“ erschienen. Diese kann gegen Erstattung der Portokosten beim Bundesvorstand bestellt werden. Weitere Information unter www.wir-falken.de

Jungs und Männer sind die Verlierer der Emanzipation!

Seit mindestens 20 Jahren werden Jungen benachteiligt! Und sie leiden... z.B. unter der „Verweiblichung“ der Pädagogik, die männliche Eigenschaften, wie Stärke und Mut beweisen, bestraft. Die weiblichen Altersgenossinnen hingegen gelten als „Alphamädchen“, die selbstbewusst die Jungen in den Schatten stellen und scheinbar alles erreichen.

Dieses neue Verständnis des Geschlechterverhältnisses zeigt sich auch im Koalitionsvertrag der schwarz-gelben Bundesregierung: Von Gleichstellung ist dort nirgendwo die Rede, ebenso wenig von Maßnahmen gegen Gewalt gegen Frauen oder der Förderung von Mädchenprojekten.

Judith Fiebelkorn, Referentin für Mädchen- und Frauenpolitik im Bundesvorstand der SJD – Die Falken, erklärt dazu: „Wir glauben nicht an verkürzte Darstellungen der Realität, wie sie in den Bildern der ‚armen Jungs’ und der ‚Alphamädchen’ zum Ausdruck kommen! Noch immer gibt es alltägliche Diskriminierung und Benachteiligungen, die gleichwertigen Lebensverhältnissen von Mädchen und Jungen, Frauen und Männern entgegenstehen.“

Nach wie vor sind Bildungschancen für Frauen ungleich Lebenschancen: Insgesamt betrachtet schneiden Mädchen im Bildungssystem zwar besser ab als Jungen. Aber Mädchen brauchen eine erheblich bessere Bildung, um annähernd gleiche Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben.

Benachteiligung am Arbeitsmarkt: Noch immer bekommen Frauen durchschnittlich 23 Prozent weniger Gehalt als Männer in gleicher Position. Besonders Frauen sind in prekären Beschäftigungsverhältnissen zu finden, die Altersarmut und gesundheitliche Probleme nach sich ziehen.

Alltägliche Diskriminierung: Auf den Straßen und in den Medien tauchen Frauenbilder vor allem als Sexualobjekte auf. Diese Bilder haben großen Einfluss auf das Selbstbild von Mädchen und jungen Frauen. Essstörungen und selbstzerstörerisches Verhalten kommen unter Mädchen weiterhin sehr häufig vor.

Keine Stimme: Im Bundestag und in den Länderparlamenten sind Frauen nur mit etwa 30 Prozent vertreten. Überall dort, wo sie sich für ihre Interessen und Rechte einsetzen können, kommen Frauen also kaum zu Wort.

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Tja, Frauen sind halt die

Bild von Ein Mann

Tja, Frauen sind halt die Männer von morgen :)

neue erkenntnisse werden nur mit alten argumenten gekontert

Bild von Anonymous

Wieso gibt es ständig neue Erhebungen und Studien das Jungen die neuen Verlierer sind?
Sind die alle unsinnig und falsch?
Sie werden immer allzu leicht mit den immer gleichen Zahlen ausgekontert, weniger Geld, keine Vertretung etc.
Wieso schauen diese Argumente-vor-sich-Herträger/in nicht mal in ein paar Jahre weiter?
Die folgen einer weiblich dominierten Pädagogik sind bekannt, inkl. der Folgen, Jungen werden systematisch benachteiligt, sie sind überdurchschnittlich Schulversager, machen seltener einen Schulabschluss, noch seltener das Abitur und den Uniabschluss
Frauenanteile in politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereichen steigen seit Jahren - aber immer zum Vorteil aller? (also der Männer UND der Frauen?)
Niemand kann erwarten das von heut auf morgen Männer entlassen werden, damit Frauen die gleiche Vertretung bekommen - aber Schritt für Schritt wandelt sich doch eben dieses Verhältnis!
(und mal ganz leise gefragt: ist Geschlecht eine Qualifikation für irgendwas? Sollten nicht eher Leistung, Bildung, Erfahrung, Wissen, Softskills u.ä. Ausschlag geben für das erreichen irgendeiner Position - anstatt des Geschlechts) sind Frauen bessere Menschen, weil sie Frauen sind und sollten deswegen einen Bonus bekommen bei gleicher Qualifikation? Das grundgesetzt sagt Nein: Mann und Frau sind gleich - warum wird danach nicht gehandelt?

Renate Schmidt im

Bild von Anonymous

Renate Schmidt im Tagesschau-Chat am 3.6.2003

"Frauen verdienen ja nicht weniger: bei gleicher Tätigkeit, gleicher Qualifikation und gleicher Berufserfahrung wird es sehr schwer nachzuweisen sein, dass es tatsächlich in nennenswertem Umfang (von Einzelfällen abgesehen) eine ungleiche Bezahlung gibt. ... Ansonsten ist Lohndiskriminierung auch heute schon bei uns verboten. Und jede Frau hat die besten Chancen, eine Klage zu gewinnen, wenn es eine ungleiche Bezahlung bei sonst gleichen Voraussetzungen gibt.“

Interessant wäre es in diesem Zusammenhang darüberhinaus einmal zu erfahren, warum die damalige SPD-Regierung unter Gerhard Schröder die Zeitarbeit liberalisiert hat, wenn doch Zeitarbeiter teils 30-40% weniger Geld für die gleiche Arbeit bekommen? Wenn Frauen 20% weniger Lohn als Männer bekommen ist es eine Diskriminierung, wenn Zeitarbeiter 35% weniger Lohn bekommen als Festangestellte, dann geht das in Ordnung?

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