Im Rahmen einer Kampagne unter dem Motto „There is no alternative – feminism!“ haben die Falken Materialien für die Bildungsarbeit zusammengestellt. Neben diversen Kampagnenmaterialien ist auch eine Broschüre unter dem Titel „10 Argumente für Feminismus“ erschienen. Diese kann gegen Erstattung der Portokosten beim Bundesvorstand bestellt werden. Weitere Information unter www.wir-falken.de
Seit mindestens 20 Jahren werden Jungen benachteiligt! Und sie leiden... z.B. unter der „Verweiblichung“ der Pädagogik, die männliche Eigenschaften, wie Stärke und Mut beweisen, bestraft. Die weiblichen Altersgenossinnen hingegen gelten als „Alphamädchen“, die selbstbewusst die Jungen in den Schatten stellen und scheinbar alles erreichen.
Dieses neue Verständnis des Geschlechterverhältnisses zeigt sich auch im Koalitionsvertrag der schwarz-gelben Bundesregierung: Von Gleichstellung ist dort nirgendwo die Rede, ebenso wenig von Maßnahmen gegen Gewalt gegen Frauen oder der Förderung von Mädchenprojekten.
Judith Fiebelkorn, Referentin für Mädchen- und Frauenpolitik im Bundesvorstand der SJD – Die Falken, erklärt dazu: „Wir glauben nicht an verkürzte Darstellungen der Realität, wie sie in den Bildern der ‚armen Jungs’ und der ‚Alphamädchen’ zum Ausdruck kommen! Noch immer gibt es alltägliche Diskriminierung und Benachteiligungen, die gleichwertigen Lebensverhältnissen von Mädchen und Jungen, Frauen und Männern entgegenstehen.“
Nach wie vor sind Bildungschancen für Frauen ungleich Lebenschancen: Insgesamt betrachtet schneiden Mädchen im Bildungssystem zwar besser ab als Jungen. Aber Mädchen brauchen eine erheblich bessere Bildung, um annähernd gleiche Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben.
Benachteiligung am Arbeitsmarkt: Noch immer bekommen Frauen durchschnittlich 23 Prozent weniger Gehalt als Männer in gleicher Position. Besonders Frauen sind in prekären Beschäftigungsverhältnissen zu finden, die Altersarmut und gesundheitliche Probleme nach sich ziehen.
Alltägliche Diskriminierung: Auf den Straßen und in den Medien tauchen Frauenbilder vor allem als Sexualobjekte auf. Diese Bilder haben großen Einfluss auf das Selbstbild von Mädchen und jungen Frauen. Essstörungen und selbstzerstörerisches Verhalten kommen unter Mädchen weiterhin sehr häufig vor.
Keine Stimme: Im Bundestag und in den Länderparlamenten sind Frauen nur mit etwa 30 Prozent vertreten. Überall dort, wo sie sich für ihre Interessen und Rechte einsetzen können, kommen Frauen also kaum zu Wort.



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