JU-Bundesvorsitzender nimmt die ALG II-Empfänger auf´s Korn Da hatt´er wieder zugeschlagen

von jensvogel - 20.02.2009
Na hat ja lange gedauert, bis der Yuppie-MdB von der CDU und JU-Bundesvorsitzender Philipp Mißfelder wieder einmal einen von seinen grandiosen sozialchauvinistischen Sätzen vom Stapel lässt und jetzt war es einmal wieder soweit!

Vor einigen Jahren wollte Mißfelder älteren Patienten die Hüft-OP´s verweigern und sorgte auch in der eigenen Partei für Mißstimmung. Und nun hat er bei einer Parteiveranstaltung in seinen Wahlkreis, kräftig einen vom Stapel gelassen:

"Auf einer Parteiveranstaltung in Haltern am See hat der Politiker, dessen Wahlkreis Recklinghausen, Castrop-Rauxel und Waltrop umfasst, die Erhöhung von Hartz IV als einen „Anschub für die Tabak- und Spirituosenindustrie“ bezeichnet." (Ruhr Nachrichten)

Achso jetzt könnte man meinen, dass Herr Mißfelder glaubt, dass alle ALG II-Empfänger Alkohol- und Nikotinabhängige seien und die Erhöhung des ALG II, die auf Initiative der SPD beschlossen wurde, gleich in den nächsten Zigarettenautomaten und in die nächste Kneipe bringen.

Das zeigt, dass Mißfelder keine Ahnung von der Situation der Menschen, die auf ALG II-Niveau leben müssen, hat und dass jeder Euro mehr in der Tasche, die Situation für die Menschen etwas erleichert.

Es ist unerträglich, dass was da aus der Jungen Union kommt: Erst Mißfelders-Hüft-OP´s, dann das Zweiklassenwahlrecht des RCDS-Bundesvorsitzenden und nun die ALG II-Äußerung des Herrn Mißfelder - Man muss sich echt fragen was als nächstes aus der konsverativen Ecke kommt.

Ich schlage Herrn Mißfelder einmal vor, für 3 bis 6 Monate auf ALG II-Niveu zu leben und sich mal mit der Situation der Menschen auseinanderzusetzen, anstatt sie gleich pauschal als Alkoholabhängige etc. zu bezeichnen.

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