Arbeitslose alleinerziehende Mütter brauchen die Hilfe der Gesellschaft

von Wendula Strube - 16.03.2010
Warum gibt es noch keine Frauenbeauftragte in jedem JobCenter mit dem Schwerpunkt alleinerziehende und Schwangere Frauen?

Ich hatte so viele Schwierigkeiten in letzter Zeit und kenne dieselben Schwierigkeiten auch von eigenen Klienten als Hausverwalterin. Oft sind alleinerziehende Mütter mit der Situation überfordert und benötigen dringend Hilfe von der Gesellschaft.

In den JobCentern wird aber nicht davon ausgegangen, dass Mütter überfordert sind. Ich selbst habe in der Vertretungszeit eines Kollegen, eine Mutter zweier schulpflichtiger Kinder vor der Obdachlosigkeit bewahren können. Bei ihr stand ich schon mit der Gerichtsvollzieherin in der Wohnung und ließ das Schloss austauschen

Aber sie zeigte mir, dass das JobCenter nicht genug für sie und die Kinder getan hatte, ich kümmerte mich darum und konnte ihr und den Kindern die Wohnung erhalten. Nun habe ich als wieder mal arbeitslose Mutter dasselbe beinahe erlebt und trete dafür als Genossin ein, dass das nie wieder einer alleinerziehenden Frau passiert.

Ich betone Frau, weil ich denke, dass ein allein erziehender Vater sowieso viel mehr Aufmerksamkeit als eine Frau erhält und gesellschaftlich besser gestützt wird. Mag man von mir denken, was Mann will, ich habe sehr oft erlebt, wie ich selbst benachteiligt wurde und gleichzeitig Männern mit denselben Problemen sofort geholfen wurde.

Meine Frage an Andrea Nahles: wirst Du dafür ebenso eintreten, in den JobCentern bundesweit jeweils eine Frauenbeauftragte mit dem Schwerpunkt alleinerziehende Mütter und Schwangere einrichten zu lassen? 

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Alleinerziehende Mütter

Bild von Anonym

Guten Tag!

Ich bin die erwachsene Tochter (25) einer allein erziehenden Mutter. Meine Mutter war immer berufstätig in Vollzeit gewesen, hat aber nie genug verdient, um uns durchzubringen. Sie hatte einfach einen schlecht bezahlten Job. Sie hat keine Hilfe vom Staat angenommen. Sie hatte zu viel Stolz und hat diesen mir auch mitgegeben. Ein falscher Stolz, wie ich finde. Wir hatten oft nichts zum essen im Kühlschrank, Kleidung war sehr rar und was fatal war, dass ich mein Abitur nicht machen konnte. Ich sollte mit 16 in eine betriebliche Ausbildung gehen, um für mich selbst sorgen zu können. Das fehlende Studium konnte ich nie aufholen, da ich ja keine finanzielle Unterstützung beantragen wollte - der falsche Stolz. Nun hatte ich nie eine gute Position aufgrund des fehlenden Studiums und verdiente oft nicht genug, um meine Rechnungen zahlen zu können. Die Zeit nach meinem Auszug mit 18 bis heute waren ein Kampf. Ich habe die ersten Jahre oft nichts zu essen gehabt, da das Ausbildungsgeld nur für die Miete reichte. Ich habe mir vieles Praktische in der Berufswelt selbst beigebracht und arbeite seit 7 Jahren 7 Tage die Woche, nicht mehr nur für die Zahlung meiner Rechnungen, auch für eine bessere Position in der Berufswelt. Ich bin jetzt 25 und habe oft das Gefühl, dass ich nicht mehr kann. Ich kann mir auch nicht vorstellen, die Kraft aufzubringen und irgendwann selbst Kinder zu finanzieren. Eher denke ich an soziale Teufelskreise. Es muss den Müttern finanziell gut gehen, damit sie Kinder groß ziehen können, ihnen Werte mit auf den Weg geben können und Lebensfreude. Egal, unter welchen Umständen diese Kinder entstanden sind. Sonst enden diese Kinder wie ich, depressiv und Suizid gefährdet, keinen Ausweg sehend.

Ich danke allen Müttern, die die Kraft aufbringen, ihre Kinder so lange wie möglich im Haus zu behalten und Bildung ermöglichen.

Gestörtes Kinderglück

Bild von Anonymous

Das Fatale wie man hier sieht ist, dass dies auch psychologisch erklärbar ist, dass neurotisch konditionierte Wiederholungszwang keine Veränderungen bringen. Deswegen sollte man gerade aus den Fehlern der Eltern (Müttern) lernen und nicht genauso so handeln.So bald man erkannt hat, warum etwas schief lief, wie s.o. der falsche Stolz, sollte man versuchen anders zu denken und dann auch zu handeln. Wichtig ist, dass man seine alten Denkstrukturen verändert nur so kann es dann zu einem anderen Handeln kommen, mittels Autosuggestionen. Außerdem Fort- und Weiterbildung wäre ein guter Weg, aus schlecht bezahlten Jobs auszusteigen. Sobald man denkt man kann an seiner Situation nichts mehr ändern, dann ändert sich auch nichts, Selbstprophezeiung nennt man dies in der Psychologie und ist wissenschaftlich belegt. Mit 25 Jahren kann man noch vieles erreichen, wenn nötig ins Ausland, denn Deutschland hat leider rigide Normen die Abweichungen kaum zu lassen. Ich glaube umso mehr Sicherheiten die Bevölkerung fordert umso mehr beschneidet es auch unsere Freiheit. Anders zu handeln und Grenzen zu überstreiten ist mit diesen System nicht möglich. Alte Werte und daraus entstandene Normen sind schwer aufzubrechen, wenn dies hier schon oft im Kleinen nicht gelingt, tja wie soll es dann im großen Ganzen gelingen. Visionen werden stets abgelehnt, Änderungen vehement kastriert - auch die SPD tut sich schwer damit, das Resultat zeigt sich deutlich im Wählerschwund.

Depressionen kommen nicht aus Geldmangel, sondern aus den Wert dem man als Selbstwert davon ableitet, was leider uns die Gesellschaft vorlebt. Aber auch Ursachen aus der Kindheit, wo es an natürlichen narzisstischen kindlichen Bedürfnissen mangelte. Weil Mütter ihre narzisstischen Bedürfnisse auf das Kind projizieren und das Kind sich dann nicht gespiegelt fühlt und nur die Bedürfnisse der Mutter (zb Trauer) sieht, waraus sich dann ein falsches Selbst entwickeln kann. Man lebt praktisch das Leben der Mutter weiter, versucht unbewusst ihr Leben und ihre Gefühle zu leben, durch dieses falsche Selbst kann es früher oder später zu Depressionen u.a. kommen. Die Mütter haben dieses selbst erlebt und so werden flasche Vorstellungen, Wünsche, Emotionen und Fehlverhalten wieder und wieder gelebt. Um aus diesen Teufelskeis auszusteigen bedarf es professionelle Hilfe.

@Anonymous

Bild von Wendula Strube

Sie gestalten hier ein "Mütterproblem", dass ist zu einseitig. Es handelt sich eher um ein Elternproblem, denn zwei Personen sind immer für ein Kind verantwortlich, es sei denn, ein Elternteil stirbt. Das andere Elternteil muss sich verantwortlich zeichnen, auch in Abwesenheit.

Jahrhunderte lang gelang es bisher, dass sich der Mann aus der Verantwortung stahl, ohne dass er gesellschaftliche Nachteile erlitt. Dieses Tabu gehört gebrochen und der Fokus muss auf den Mann gerichtet sein, der endlich zu seinen, auch teilweise unehelichen, Kindern stehen soll. Das beste Beispiel hierfür ist der kürzlich ausgeschiedene Innenminister Speer aus Brandenburg.

Es muss vielmehr daran gearbeitet werden, wie es den Kindern besser gehen kann, Vorwürfe bringen niemanden weiter, denn auch alleinerziehende Herren, oder Transgender... brauchen Hilfe aus der Gesellschaft heraus.

In jeder kleineren Kultur wird ein Mangel, der Kindern widerfährt, von allen aufgefangen, einzig aus dem Gefühl heraus und weil das den Menschen ausmacht. Wir sind soziale und helfende Wesen. Da zu sein für einander und für den anderen, dass ist ein Muster, dass wohl der Mensch zum Überleben benötigt, denn alleine können wir als Art nicht überleben.

"Es geht um die Kinder." (E. Kästner)

"Wir sehen die Dinge nicht so, wie sie sind; wir sehen sie so, wie wir sind." (Anais Nin)

Falschverstanden, nicht um Ihre Geschichte geht es oder doch?

Bild von Anonymous

Liebe Frau Strube, Ihr Problem ist, dass Sie Ihre persönlichen Probleme auf andere übertragen, ich habe auf die Probleme der s.o. 25jährigen jungen Frau geantwortet, wenn Ihre Mutter alleinerziehend war, dann sind die Ursachen auf die Mutter zurückzuführen. Natürlich ist ein fehlender Vater niemals ohne Folgen, dennoch war in der Vergangenheit und mehrheitlich in der Gegenwart die erste Bezugsperson eines Kindes die Mutter. Und wo Sie Vorwürfe herauslesen ist mir schleierhaft, denn es geht hier gar nicht um die Schuldfrage oder Vorwürfe, sondern wie man es anderes und besser machen könnte als die eigene Mutter zb. der jungen Frau. Sie irren sich, den Menschen macht nicht Mitgefühl und Mitverantwortung als Mensch aus, sondern Mitgefühl und Mitverantwortung muss vorgelebt werden, Empathie gedeiht nicht im Kind ohne Vorbild, wenn die Mütter (unbewusst oder/und bewusst) ihre Bedürfnisse auf die Kinder projizieren, negative Beispiele gibt es unter den Prominenten genug. Und wenn diese Kinder dann selbst Kinder haben, geht die ganze Misere von vorne los. Sicher ist der Mensch ein soziales Wesen, dennoch gründet dies ausschließlich aus Eigennutz heraus, nur dadurch hat der Mensch überlebt. Wenn für Kinder in anderen kleineren Kulturen Verantwortung übernommen wird, geschieht dies, damit diese kleine Kultur überlebt und nicht wie Sie es gerne sehen möchten aus reiner Kinderliebe oder Menschenliebe, dies ist eher ein Wunschdenken als Realität. Wenn wir von Natur aus helfende Wesen wären, würde es wohl keine Hungersnot auf der Welt geben. Und sicher allein kann der Mensch nicht überleben, und nur deswegen tut er alles um den anderen zu helfen, aber selten aus Mitgefühl für den anderen, sondern wenn man ehrlich ist - aus Mitgefühl für sich selbst. Hinter jede Art von Altruismus steckt der Eigennutz, sei es nur um sein eigenes Gewissen zu befriedigen. Wie sagte schon Martin Buber „der Mensch wird am Du zum Ich“ wir erkennen uns in den anderen dank der „Spiegelneuronen“ dies kann Mitgefühl erzeugen, aber auch unreflektierte Nachahmung die Selbstschädigende Auswirkungen bis zu psychischen Störungen wie u. a. Depressionen vorbringen.
Es gibt viele Väter die ihre Rolle auffüllen möchten, nur sind oftmals die Grundlagen nicht Kinderfreundlich von der Politik gestaltet. Also müssen wohl erst einmal die Grundlagen geschaffen werden, die ja noch nicht einmal für Mütter ausreichend sind.
Natürlich brauchen die Kinder den Schutz der Allgemeinheit, aber die Mütter sind noch heute trotz allem mehrheitlich die erste Bezugsperson für ein Kind, Bindungsstörungen, falsch verstandene Liebe zeigen leider deutlich die immer mehr Behandlungsbedürftigere Kinder und Jungendliche. Darüber hinwegsehen oder diese Verantwortung nicht erkennen, stellt für diese Kinder ein noch höheres Risiko dar, dicke Kinder, Aggressionen, Schulversagen, Depressionen, angeblich ADHS - Syndrom und Borderline – Syndrom etc. sind Folgen einer falschen Erziehung oder Vernachlässigungen bis hin zum Missbrauch jeglicher Form. Väter haben sicher ihren Anteil daran, aber Machtkämpfe werden oftmals über die Kinder ausgefochten, da können beide Elternteile ihre Schuld nicht leugnen. Denn zum Kampf/Streit gehören immer mindestens zwei Personen. Keine Frage Mütter brauchen Hilfe, Väter auch – aber zum Annehmen der Hilfe muss man eben bereit sein. Wie wenn nicht einmal die Bedürftigkeit reflektiert wird, wenn jede Verantwortung für Missstände anderen zu geschoben wird? Man sollte erst einmal vor der eigenen Tür kehren, wie erziehe ich, wie geht es meinen Kindern, komme ich mit der Erziehung und deren Resultate klar? Wo kann ich selbst etwas ändern oder bewirken, damit alle zusammen zufriedener werden, erst dann schaue ich auf andere und bringe mich ein, zb in der Politik etc.
„Wenn Kinder sich selbst schädigen wollen, ist das nicht auf ihre Unerfahrenheit zurückzuführen, sondern umgekehrt auf ihre Erfahrung.“ Ekkehard von Braunmühl
Einen schönen Tag noch ... eine Mutter

@Anonymous

Bild von Wendula Strube

Wieder machen Sie alleine die Mütter verantwortlich, warum haben denn all die Jahrhunderte ihrer Meinung nach, Väter sich bestens vor ihrer Verantwortung drücken können? Sie hätten sonst nicht die gesellschaftlichen Zügel halten können, weil sie keine Zeit für Arbeit, Politik, Karriere und Fussball gehabt hätten. Was Sie schreiben lässt aber die Zeitintensivität der Erziehung vollständig ausser Acht und das ist der Haken an der Sache ansich. Würden Väter sich mehr um die eigenen Kinder bemühen, hätten Mütter mehr Zeit für sich und könnten Karrieren anstreben, sich ihrem seelischen Ausgleich hingeben und einige Dinge mehr, für die ihnen keine Zeit bleibt, weil ihnen genau diese von den Eltern, die ihr Kind nicht miterziehen wollen, geraubt wird. Karrieren fallen weg, Sport- und Fitnessgeräte werden durch Einkaufstouren und Hackenporsche ersetzt, präventive Gesundheitsaspekte können nicht in Anspruch genommen werden. Erst Recht nicht, seit dem die DDR-Frauen den West-Frauen erzählen, dass sie ja immer und alles geschafft hätten, weil ihnen ihre Männer einredeten, dass die Krippe und Kitas normal seien und die Brust ein Teufelswerk des Kapitalismus sei. Reden sie bitte, wenn schon denn schon, Tacheles mit den Vätern, die in den vergangenen Jahrhunderten keinen großen Einsatz zeigten, wenn es darum ging, die prekären Zustände von Kindern in "Mütterfamilien" zu ändern. Aber fangen Sie bitte nicht bei den Müttern an, die haben schon genug zu tun und keine Zeit für Aufarbeitung. Und machen Sie verdammt noch mal nicht alles zu einem Einzelfall, nur weil ich eine Mutter bin, die ihren Mund aufmacht. Glauben Sie mir, ich bin eine von Tausenden, wenn nicht so gar von Abermillionen Weltweit.

"Es geht um die Kinder." (E. Kästner)

"Wir sehen die Dinge nicht so, wie sie sind; wir sehen sie so, wie wir sind." (Anais Nin)

Hinter jeder Geschichte stecken viele Einzelfälle ..

Bild von Anonymous

"Es geht um die Kinder." (E. Kästner)
"Wir sehen die Dinge nicht so, wie sie sind; wir sehen sie so, wie wir sind." (Anais Nin)

Ja, wo fangen wir an, am besten wohl in der Gegenwart und nahen Vergangenheit, aber sicher hilft uns nicht die Rückschau der vergangenen Jahrhunderte. Die Vergangenheit lässt sich nicht mehr ändern, also ständig zurückschauen und daraus eine Schuldzuweisung zu machen, ist absolut destruktiv. Dennoch können die Kinder von damals die heutigen Erwachsenen und Mütter, wenn diese als Bezugsperson eine Mutter hatten und haben, wie eben s.o. diese junge Frau aus dem Verhalten der Mutter dieses selbstschädigendes Verhalten wiederholt (falscher Stolz, aber sicher noch andere negative Verhaltensweisen), so kann wohl der Vater hier vernachlässigt werden. Da ich von der jungen Frau darüber keine Informationen habe und dies hier den Rahmen sprengen würde, zumal dies ein eigenes Thema wäre, welches Sie Frau Strube gerne eröffnen können.
Was ich heraus lese ist Ihre ganz persönliche Betroffenheit, natürlich braucht es Zeit für Kinder, dennoch verplempern viele ihre Zeit für weniger Notwendiges. Trotz der vielen technischen. Maschinen im Haushalt, haben seltsamerweise viele immer weniger Zeit, dabei ist oftmals eine falsche/störende Organisationsstruktur (Gewohnheiten) vorhanden. Und würden Mütter die Kinder nicht so vereinnahmen und die Väter oftmals zu wenig zu –ver- trauen, würden manche Väter sich viel intensiver seinen Kindern verbunden fühlen. Wie bei allem, müssen beide Seiten an einem Strang ziehen und möglichst in die gleiche Richtung.

Zitat „Reden sie bitte, wenn schon denn schon, Tacheles mit den Vätern, die in den vergangenen Jahrhunderten keinen großen Einsatz zeigten,“
Wie soll ich mit Väter aus den vergangen Jahrhunderten reden, die sind doch schon längst tot, lassen Sie Frau Strube die Kirche im Dorf. Die Mütter haben keine Zeit für Aufarbeitung, ja dies ist ja das Fatale, deswegen projizieren sie vieles auf ihre Kinder. Wer sollte dann eine Veränderung herbeiführen, wenn es viele Väter nicht freiwillig tun und Mütter keine Aufarbeitung machen und so alles beim Alten bleibt, auf Kosten der Kinder. Ja und dann kann man wieder die Schuld bei den anderen sehen, nur nicht seine eigene eingestehen. Wenn Sie nur auf Väter herumhacken, dann zeigt es auf Ihre eigene Geschichte und wirft den Schatten über Ihre eigenen Kinder. Nicht alles ist auf die Gesellschaft, Väter, Männer, Politik etc. p. p. zu schieben, jeder trägt Verantwortung für sich selbst und wenn vorhanden für die eigenen Kinder.

Ich möchte Ihnen Frau Strube (ohne Häme) raten, arbeiten Sie eventuell Ihre Probleme aus der eigen kindlichen (fehlenden?) Vaterfigur auf und versuchen Sie mit den Vater Ihrer Kinder eine Einigung zu erzielen. Also damit meine ich, erst vor der eigenen Tür kehren - dann die Welt verbessern. Zu einem Einzelfall machen Sie es stets selbst, denn es sind immer Ihre eigenen Probleme wofür Sie sich hier einsetzen. Und wie oben erwähnt, bin ich auf die Probleme der jungen Frau eingegangen, dies stellt hier ein Einzelfall dar.
Auch liest man unweigerlich ihre Voreingenommenheit von DDR- Frauen heraus, ehrlich Sie sprühen voller Hass. Vielleicht sollten Sie mal hinter ihren Hass schauen, dahinter liegt oftmals Angst verborgen. Ehrlich mir tun die Ihren Leid, wachen Sie auf, erkennen Sie wohin Ihr Hass Sie führt, zum Wohle Ihrer Kinder.Man kann nämlich immer nur sich selbst ändern, weder väter noch andere ...
Noch einen angenehmen Resttag ... eine Mutter, die nicht Ihre Feindin ist.

Sie lassen keinen Raum für Väter, werfen mir aber "Hass" vor.

Bild von Wendula Strube

Diejenigen, die mich kennen, wissen genau, dass ich Vätern endlich den Bereich einräumen möchte, der ihnen zusteht. Das aber tun die wenigsten Frauen. Lassen Sie bitte meine persönliche Geschichte außen vor, denn wenn sie mich und unsere Kinder kennen würden, würden sie staunen, welch selbstbewusste Kinder mit mir derzeit zusammen leben. Die Häme, die ich angeblich gegen DDR-Frauen verspüre, trifft auf alle Frauen zu, die meinen, unendlich viel leisten zu müssen, damit sie geliebt werden. Ich finde jedeR sollte seinen Platz in der Gemeinschaft finden, einen der nicht überfordert und der gesund erhält. Dazu sind aber viele Frauen nicht in der Lage, weil sie drei- bis vierfach belastet sind. Unweigerlich müssen diese Frauen zumeist auf Politik verzichten und so dieses wichtige Feld für Männer freilassen, obwohl sie diejenigen sind, die die Gesellschaft als Mütter und Arbeitnehmerinnen am Laufen halten. Wie viel Zeit bleibt einem denn, wenn sie arbeitet, Kinder hat und den Haushalt führt? Richtig, sie hat kaum Zeit, um den politischen Stab zu führen, so wie es Männer tun. Deshalb sind viele Karrieristinnen kinderlos, denn viele können sich nicht zerteilen und wollen dies auch nicht.

Darum träume ich davon, dass eines Tages die Welt so aufgeteilt ist, dass 50 % Frauen und 50 % Männer für die Betreuung der Kinder, das führen des Haushalts und die Arbeitswelt zuständig sind. Ich träume davon, dass meine drei Kinder gemeinsam mit ihren Partnerinnen oder Partner gemeinsam erziehen, putzen und arbeiten, allerdings in gleicher Belastung.

"Es geht um die Kinder." (E. Kästner)

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Haben Sie Söhne ... dann haben sie ja die Möglichkeit oder?

Bild von Anonymous

und wenn Sie den Vater Ihrer Kinder seinen Bereich lassen, dann ist es doch gut für Ihre Kinder.Ihre persönliche Geschichte haben Sie doch für jeden öffentlich gemacht, Ihre Not bei der Arge etc. Nur mal eine Frage, wenn die Männer in den letzten Jahrhunderten und noch heute, so wenig in der Kindererziehung und Haushalt leisten, dann frage ich mich - wer hat sie dazu erzogen, vielleicht die Mütter?

Mein Sohn fühlt sich nicht als etwas besseres oder anderes, er ist Mensch, dennoch hat er sich gegen Kinder entschieden. Und das finde ich gut, weil er weit in die Zukunft hinein denkt und nicht seine eigenen narzisstischen Bedürfnisse auf Kosten der Kinder ausleben möchte. Außerdem wird in nicht all zu langer Zeit für die Weltbevölkerung nicht ausreichende Ressourcen bereiten stehen. Aber Sie Frau Strube glauben, weil Sie drei Kinder geboren haben, Sie seien etwas Besonderes, was ständig geehrt und beachtet werden müsste. Die Zeiten sind vorbei, wo Frauen dafür ausgezeichnet wurden, denn dazu ist jeder Feldhase im Stande, - es ist also nichts Besonderes viele Mütter haben Kinder und sind dazu noch fähig und willens etwas anderes zu bewirken, ohne den Frauen irgendetwas ins Ohr zu flüstern.Nur weil Sie nichts leisten wollen, sprechen Sie anderen Müttern dieses ab, tolle Logik.
Aber wenn man außer dem nichts zustande bringt, dann müssen eben immer die Kinder herhalten,
Aber im Gegenzug soll die Gesellschaft Ihr Auskommen sichern, vielleicht da bei Ihnen ja alles bestens ist, könnte der Vater Ihrer Kinder und Sie ernähren. Wäre doch mal ein gute Option ...

Na wenn das alles ist, was Sie zu bieten haben...

Bild von Wendula Strube

...muss ich hier meine Unterredung mit ihnen wohl beenden.

Ihnen und ihrem Sohn alles Liebe, fühlen Sie sich beide umarmt.

"Es geht um die Kinder." (E. Kästner)

"Wir sehen die Dinge nicht so, wie sie sind; wir sehen sie so, wie wir sind." (Anais Nin)

Liebe Tochter, die heute 25 Jahre alt ist,

Bild von Wendula Strube

ich bin ganz ihrer Meinung, allerdings sollte nicht nur Müttern die ihre Kinder alleine erziehen geholfen werden, sondern auch Vätern, Adoptiveltern, Onkel und Tanten, die durch Todesfälle plötzlich Eltern geworden sind etc. pp. geholfen werden. Eltern also, die ihre Kinder alleine groß ziehen, damit, wie Sie richtig feststellen, den Kindern von ihnen eine sehr gute Bildung ermöglicht werden kann.

Ihre tapfere Schilderung ihres eigenen Schicksals finde ich großartig und ich möchte ihnen mitteilen, dass ich zunächst auch kein Abitur machen konnte, weil es mir meine alleinerziehende Elter nicht ermöglichte, ich sei schließlich eine Frau und solle Kinder bekommen und heiraten, so die Meinung, dieser Person. Gut, habe ich auch zum Teil, aber heiraten werde ich nie in meinem Leben, es gibt dafür keinen Grund, sich eine Fessel an den Finger binden zu lassen, gar keinen! Als ich zunächst eine Frauenadäquate Ausbildung machte und zunehmend meines "natürlichen guten" Stolzes beraubt wurde, entschloss ich mich eine Umschulung zu meistern. Die war sehr schwer, da sie nur für Abiturienten geeignet war und mir reichlich Bildung fehlte. Aber ich schaffte es und siehe da, ich wurde wieder krank. Aber auch jetzt raffte ich mich auf, eine lange Strecke lag vor mir, die Sie jetzt selbst bewältigen. Aber auch jetzt gab ich nicht auf, denn ich entschloss mich, mein Abitur nachzuholen. Ich ging in die Schule zurück und war bereits 29 Jahre alt. Mit 33 Jahren hielt ich nicht nur mein Abitur in der Hand, sondern auch mein erstes Kind. Insofern muss ich immer über mich selber lächeln und meiner Mutter Recht geben, die mir ja einst prophezeite, dass frau kein Abi sondern Kinder bräuchte. Nun begann ein neuer Lebensabschnitt für mich, der noch nicht bewältigt ist. Ich stieg nach etlichen Jahren Kinder, Küche, kapitulieren wieder in die berufliche Laufbahn ein und habe seit dem einen neuen Makel. Ich stehe dem Arbeitsmarkt nicht rund um die Uhr zur Verfügung, weil ich KINDER habe und schon über VIERZIG bin, igittigitt, pfui Spinne. Schließlich haben nur entweder sehr reiche Leute so viele Kinder oder der Pöbel. Ich kämpfe aber weiter, nur nicht aufgeben ist stets meine Devise gewesen, aber um so älter und weiser ich werde, um so mehr begreife ich, wer die Welt regiert.

Bitte seien Sie tapfer, stellen Sie sich ihrer Geschichte, der Anfang ist doch schon getan. Sie sehen, wie dumm es von vielen ist, sich aus falschem Stolz keine Hilfe zu holen. Fordern Sie ihre Hilfe ein, auch wenn es schwer fällt, Sie sind es wert geliebt und gefördert zu werden. Machen Sie ihr Abitur in der Erwachsenen Bildung mit elternunabhängigem BAföG, in Berlin gibt es mind. drei Schulen, das Charlotte-Wolf-Kolleg in Charlottenburg, eine in Schöneberg und eine im Ostteil der Stadt. Bitte geben Sie niemals auf, ich umarme Sie sehr und helfe gerne weiter, wenn Sie das möchten.

Ich wünsche allen hier ein gesundes neues Jahr, mit allem, wozu Sie fähig sind und was Sie sich selber wünschen. Möge ein wunderbarer Stern über Sie alle scheinen!

"Es geht um die Kinder." (E. Kästner)

"Wir sehen die Dinge nicht so, wie sie sind; wir sehen sie so, wie wir sind." (Anais Nin)

@Anonymous

Bild von Wendula Strube

Mir scheint, Sie haben überhaupt keine Ahnung davon, was es bedeutet, sich 1. für Kinder zu entscheiden, 2. auch tatsächlich für sie dazu sein, 3. selbstständig arbeiten zu können, wenn man die Kraft und die Gesundheit dazu hat, 4. bleiben einem nicht den ganzen Tag die Stunden so übrig, als hätte man keine Kinder und die meisten alleinerziehenden Eltern üben nach ihrer Hauptaufgabe, sich um die Kinder zu kümmern, einen Teilzeitjob aus, 5. reicht dadurch das Geld nicht, 6. haben diejenigen, die an der Zeugung von Kindern zu 50 % beteiligt waren ihre Verantwortung zu tragen und 7. sind mir Meinungen, wie ihre ehrlich gesagt zu beliebig, unehrlich, fies, gemein und somit schnurz.

"Es geht um die Kinder." (E. Kästner)

"Wir sehen die Dinge nicht so, wie sie sind; wir sehen sie so, wie wir sind." (Anais Nin)

Mein Eindruck,

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liebe Frau Strube, ist teilweise voller Anteilnahme für Ihre prekäre Situation. Wie aus unterschiedlichen Beiträgen heraus zu lesen, haben Sie drei Kinder und keinen Partner der Unterhalt zahlt. Deswegen versuchen Sie für sich und Ihre Familie finanzielle Sicherheit zu kommen (was ich natürlich nachvollziehen kann), nun kann aber nicht der Staat für jede Lebensituation eine finanzielle Amme sein. Auch mit Kindern könnten Sie arbeiten, zumal die Kinder tagsüber die Schule besuchen (setzte ich voraus). Vielleicht sollten Sie mal über ihren ganz persönlichen Tellerrand hinaus sehen und nicht nur Ihre Situation bedauern, sondern mal diese Energie in eine Arbeitsuche investieren, damit Sie für Ihre Zukunft fern von Transfermittel irgendwann existieren können. Sie fordern und fordern - aber bedenken Sie jeder ist seines Glückes Schmied, sie hatten die Wahl wie jeder andere auch, nur die Zeche muss nicht zwangsläufig der Staat oder die Steuerzahlen zahlen. Ich kenne persönlich einige Mütter die trotz Kinder arbeiten gehen und damit auch glücklich sind, weil Sie unabhängig, aktiv und autark ihr Leben in die Hand nehmen.
Wünsche Ihnen viel Glück für die Zukunft

Der Staat, der alles regelt

Bild von Anonymous

Der Staat, der alles regelt wird zwangsläufig ein faschistischer Staat.

Der Einsatz von Frau Strube unsere Gesellschaft in diese Richtung zu treiben ist beachtenswert.

Keine Mutterkreuze für alleinerziehende Mütter!

NIE WIEDER FASCHISMUS!

Lieber Anonymus,

Bild von Wendula Strube

ich würde höchstens Kinderkreuze verteilen, für all diejenigen Kinder, die alltäglich von ihren Vätern verraten und verkauft werden.

"Es geht um die Kinder." (E. Kästner)

"Wir sehen die Dinge nicht so, wie sie sind; wir sehen sie so, wie wir sind." (Anais Nin)

Wo liegt das Problem? Die

Bild von Martina

Wo liegt das Problem? Die Mütter könnten doch anstatt ihre Kinder in Sorgerechtsprozessen einfach den Vätern überlassen und malochen gehen.

Natürlich zahlen sie dann den Unterhalt für die alleinerziehenden Väter.

Wäre doch mal ein tolles Modell!

Liebe Martina,

Bild von Wendula Strube

wenn so mancher Ex das tun würde, wären viele Frauen und deren Kinder um einiges wohlhabender und unendlich glücklich!!! Denn viele tun weder das eine noch das andere. Wollen diese untätigen Männer aber auch gar nicht, weil es einigen zu anstrengend ist, zu arbeiten, Kinder zu behüten, ihnen ein anständiges Vorbild zu sein und sich um all die Belange zu kümmern, die Kinder mit sich bringen. Sie zahlen ja nicht mal regelmäßig Unterhalt für ihr eigen Fleisch und Blut.

Frauen die sich anderer Frauen entsolidarisieren, sollten sich nicht wundern, wenn Männer ihnen den Weg so lange ebnen, bis diejenigen Frauen dann selber Kinder haben. Sie denken zunächst, dass sie Kraft für alles haben, dann aber lächelnd das erste Mal mit einem Burnout zusammenbrechen, mann redet ihnen ja ein, sie seien zu vielem auf einmal fähig. Dass tun diese Männer aber auch nur nur, damit sie an deren vorgefertigten Platz gelangen können, der ihnen von der Frau vorgewärmt wurde. Es gibt einige Männer, die bequem sind und die sich vornehmlich auf den Lorbeeren derjenigen ausruhen, die dachten, dass Kinder bekommen, für sie da zu sein, ihnen ein ewiges Vorbild zu geben und durch ewige Jugend doch immer gut auszusehen, ihnen vorher den Weg dort hin geebnet haben. Lesen Sie vorher mal "Scheißkerle" von Roman Maria Koidl, dann verstehen Sie besser, was alles so passieren könnte.

Ich wünsche ihnen viel Solidarität, wenn Sie dann mal so weit sind.

"Es geht um die Kinder." (E. Kästner)

"Wir sehen die Dinge nicht so, wie sie sind; wir sehen sie so, wie wir sind." (Anais Nin)

Aufschrei der immer Besserwissenden über Herrn Sarrazin

Bild von Friedrich Rettich

Der Mann hat der überwiegenden Mehrheit aus der Seele gesprochen.
Sie schreien doch alle nur weil er nicht Ihrer Meinung ist.
Demokratie ist, wenn die Mehrheit bestimmt wo es lang geht und nicht was Sie bestimmen.
Sie glauben, dass nur Sie die Wahrheit gepachtet haben.
Das ist die Diktatur der Partein oder Einzelner. Das hatten wir schon einmal, im Osten (DDR).
Bewahre mich Gott vor solchen Menschen wie Sie.

Friedrich Rettich

Lieber Herr Friedrich Rettich,

Bild von Wendula Strube

1. ist das hier ein anderes Thema
2. Haben Sie schon mal was von den Amish people gehört? Die leben seit 300 Jahren in den USA und stammen ursprünglich aus der Schweiz und Deutschland. Sie reden heute noch kein Englisch untereinander, sondern „Pennsylvania-Dutch“(Deutsch performed) und lernen zum Teil die Landes- und Amtssprache erst in der Schule. Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, lesen Sie hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Amische#Sprache

Ist das etwa die Integration, von der Herr Sarrazin spricht? Komischer Weise stört sich in den USA seit mehr als 300 Jahren niemand daran so sehr, wie hier bei uns sich über die Migranten ausgelassen wird, die meist einen Schnauzbart und oder eine Kopfbedeckung tragen und so Aussehen, wie Herr Sarrazin.

"Es geht um die Kinder." (E. Kästner)

"Wir sehen die Dinge nicht so, wie sie sind; wir sehen sie so, wie wir sind." (Anais Nin)

Liebe Frau Strube,

Bild von Anonymous

man kann wohl nicht die hier lebenden Migranten mit den Amish people vergleichen. 1. weil sie Selbstversorger sind 2. meistens privat unterrichtet werden. 3. auch keine höhere Kriminalitätsraten aufweisen 4. zeigen sich hier vollkommen unterschiedliche Probleme, die bisher vertuscht und verharmlost wurden. Aber man kann natürlich von irgendwoher Beispiele heran ziehen, zeigt eine besondere "Cleverness".

"Demokratie ist, wenn die

Bild von Otla Pinnow

"Demokratie ist, wenn die Mehrheit bestimmt wo es lang geht und nicht was Sie bestimmen."
Nein.
Wahrheit ist nicht demokratisch.
Es ist dummes Zeug, eine Schulklasse darüber abstimmen zu lassen, ob 2X2 eher 4 oder eher 5 sind.
Demokratie setzt das Streben nach Wissen und die Aufklärung darüber voraus, was der Fall ist.
Eine Demokratie, die sich davon abwendet und statt dessen populistisch die Mehrheitsentscheidung nach dem blinden Bauchgefühl propagiert, endet zwangsläufig in einer menschenfeindlichen Diktatur. Weil sie zwingend über Sachverhalte entscheidet, die gar nicht der Fall sind, was zu falschen, gar verbrecherischen Entscheidungen führt, gegen die Menschen aufstehen.

@Maik Klee

Bild von Wendula Strube

es ist wunderbar, dass in einem Ort der Bundesrepublik daran gedacht wird, dass besondere Menschen, besondere Maßnahmen benötigen. Was aber eigentlich fehlt, ist die einfühlsame Kundenbetreuung von alleinerziehenden Müttern und Schwangeren, die es ohnehin am schwierigsten haben. Ihr Maßnahmenkatalog vergisst nämlich, dass diejenigen, die in der Lage sind, Nachwuchs für Deutschland zu generieren, empathische Qualitäten an den Tag zu legen haben, von 00.00 - 24.00 Uhr, tagtäglich und ohne Pause. Wer das nicht berücksichtigt, hat vergessen, dass Elternschaft eine besondere Aufgabe ist, die dazu führt, was Menschen ohne Kinder nicht fehlt, Freizeit und Erholungspausen.

Was mir im JobCenter passiert ist, darf sich nicht wiederholen! Ich wurde in der Empfangshalle so hart angepackt, dass ich Blutergüsse und einen tiefen langen Kratzer hatte, weil ich einen Vorgesetzten sprechen wollte. Und das nur weil ich keinen aktuellen Kontoauszug vorweisen konnte, der mit der eigentlichen Sache nichts zu tun hatte.

Ich bin immer noch traumatisiert und mir fällt es schwer ins JobCenter zu gehen. Das bleibt ein Leben lang in Erinnerung. Da ich drei schulpflichtige kleine Kinder habe, muss ich mich jedes Mal zusammenreißen und die unsichtbare Wand der Angst überwinden, um vor Ort vorzusprechen.

Es geht darum, dass einer Frau, die sagt, dass es um ihre drei Kinder geht, vorgelassen wird. Am besten eben zu einer Mitarbeiterin, die entsprechend ausgebildet und empathisch genug ist, um der alleinerziehenden Dame zu helfen. Das vermisse ich im JobCenter und darum bedarf es Frauenbeauftragte in diesen Arbeitsvermittlungszentren.

Ich bin nicht wie alle Menschen, kein Mensch ist wie alle Menschen, jeder Mensch hat seine Geschichte und ist eben nicht wie alle Menschen zu behandeln. Bei mir ist es nämlich so, dass der Vater der Kinder gerade auszog. Wir verfügten über erheblichen Zuverdienst. Eben anders als andere Hartz-IV-Bezieher, ist meistens einer von uns beiden arbeiten gegangen. Wie kann man mich dann, zumal ich Mutter von drei Kindern bin, wie den letzten Abhub behandeln?

Ich fordere dazu auf, dafür einzutreten, dass eine Frauenbeauftragte für alleinerziehende Mütter und Schwangere in den JobCentern/ Arbeitsvermittlungszentren eingerichtet wird, die sich nicht nur gem. ihrem o. g. Maßnahmenkatalog um die Belange der Personengruppe sorgt, sondern sich darüber hinaus empathisch und einfühlsam für diese Frauen stark macht. Wenn ich an mein Beispiel und an die Geschichte denke, die ich o. erwähnte und mit der ich zwei schulpflichtige Kinder und deren Mutter vor der Obdachlosigkeit rettete, hat diese Forderung eine tiefe Berechtigung.

"Wir sehen die Dinge nicht so wie sie sind, wir sehen sie so, wie wir sind." ( Anais Nin)

Hilfe für alleinerziehende Mütter

Bild von Maik Klee

Sehr geehrte Genossin,

die ARGE Mayen-Koblenz hat sich von Beginn an dafür eingesetzt ihre Hilfen auf die Bedarfe der lokal gegeben Situation auszurichten. Die stärke ist hierbei, dass wir die Kräfte vor Ort und aus dem lokalen Netzwerk für Lösungen bündeln können und so ein Netzwerk entsteht, welches Antworten, auf die örtliche gegeben Situationen bereithält. So war von Beginn an klar, dass wir auch für alleinerziehende Elternteile Lösungen entwickeln müssen. So entstand das Projekt: Carpe Vitam.Carpe Vitam ist ein Modellprojekt der ARGE Mayen-Koblenz, das mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds gefördert wird. Das Modellprojekt „Carpe Vitam“ berücksichtigt die besondere Problemsituation und Lebenslage arbeitsloser allein erziehender Mütter/Väter. Durch schrittweises Heranführen an die Anforderungen des Arbeitsmarktes und Einbeziehung der zu betreuenden Kinder, soll den Müttern der Einstieg in das Berufsleben erleichtert werden.Dieses Modellprojekt wurde speziell für alleinerziehende Elternteile entwickelt, die im Bezug von Hartz IV stehen.Folgende Ziele sollen am Ende der Maßnahme erreicht sein.
Die Maßnahmeteilnehmerinnen sollen:
* ihren individuellen Weg in Arbeit und Beruf finden.
* Wege finden Beruf und Familie zu vereinbaren.
* Ihren Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln bestreiten können.
Zur Zeit sind wir dabei ein Pilotprojekt speziell für alleinerziehende Ausbildungssuchende zu entwickeln. Hier greift unser Netzwerk und das Jugendamt Mayen, die ARGE Mayen-Koblenz, das Bündnis für Familie Mayen und lokale Arbeitgeber entwickeln gemeinsam eine Lösung für die alleinerziehenden Ausbildungssuchenden.

Sie sehen also, die Thematik ist bereits in den ARGEn angekommen und es werden Lösungen entwickelt.

Alleinerziehende Mütter und Väter

Bild von Christoph Kretschmer

Guten Tag!
es gibt ein wundervolles Positionspapier des Verbandes der Alleinerziehenden Mütter und Väter mit dem Namen Fall(en)management für Alleinerziehende. Gefordert wird dort ein eigenes Fallmanagement für alleinerziehende Menschen. Ich persönlich empfehle den ARGEn sich mit diesem Papier auseinander zu setzen. Warum findet kein Dialog mit den verschiedenen betroffenen Personen statt?
Rote Grüße

Hilfe für alleinerziehende Mütter?

Bild von Frau Ente

Sorry aber für mich stellt sich vorab doch erst einmal die Frage, ob frau nicht weiss, dass sie bei der Zeugung eines Kindes dabei gewesen sein muss und das doch wohl hoffentlich mit klarem Verstand. Leider werden viel zu viele -ganz besonders sehr junge - Frauen schwanger, weil sie sich so dem lästigen Arbeitsalltag entziehen können und wollen und dann im nachhinein jammern, dass der Staat sich nicht genug kümmert, finde ich sehr anmassend. Der Staat zeugt keine Kinder aber viele Kinder tun mir von ganzem Herzen leid, sie wurden als Mittel zum Zweck gezeugt.

Das ist der Größte

Bild von Anonymous

Das ist der Größte Schwachsinn den ich hier gelesen habe *** Sone Mutmassungen hier zu schreiben , alle über einen Kamm hier zu schären ist einfach nur eine Riesen Frechheit von Dir !!!
Da kann ich nur noch it dem Kopf schütteln Tzzzzz ***

@Líeber Anonymous

Bild von Wendula Strube

Wenn das "der größte Schwachsinn" ist, warum befasst sich dann der Parteivorstand mit dem Thema? Siehe dazu den "Beschluss des SPD-Parteivorstandes für eine bessere Unterstützung für Alleinerziehende" unter folgendem link:

http://www.spd.de/de/aktuell/pressemitteilungen/2010/04/Beschluss-des-SP...

Der Beschluss ist wirklich lesenswert! Danke an den Vorstand, Ihr habt Euch wirklich viel Mühe gegeben.

"Wir sehen die Dinge nicht so wie sie sind, wir sehen sie so, wie wir sind." ( Anais Nin)

Hilfe für alleinerziehende Mütter

Bild von anastasia

Was mich immer wieder irritiert ist, dass alleinerziehende Mütter als hilflos und überfordert dargestellt werden. Mit solchen Äußerungen fühle ich mich ziemlich diskriminiert. Ich war in der Vergangenheit weder hilflos noch überfordert als alleinerziehende Mutter von zwei Kindern. Die Kinder sind jetzt aus dem Haus, und ich habe ihnen auf den Weg mitgegeben, dass man, solange man nicht körperlich oder geistig behindert ist, sehr wohl für sich selbst sorgen und nicht ständig nach dem Staat kann. Ein freundlicher Blick in dieser Welt und eine optimistische Einstellung tun oft Wunder. Ich mag diese Jammerei einfach nicht!

@ anastasia

Bild von Wendula Strube

Es mag so für Sie gewesen sein, das ist wunderbar und es freut mich sehr für Sie, gratuliere! Aber Sie können doch nicht von sich auf andere schließen und denken, ich bin so, da müssen alle anderen auch so sein. Es gibt eben auch die Fälle, wo der Start ins Leben nicht so gut war oder der Mensch keine so starke Persönlichkeit hat, wie Sie. Es gibt Menschen die sind 1,70 m groß, es gibt welche, die sind 2,10 m groß, es gibt aber auch Menschen, die sind gerade mal 1,55 m groß geworden. Es gibt Menschen, die machen mit ihrem Körper Schlangenübungen, es gibt welche, die können ganz schnell rennen. Andere Persönlichkeiten können weder das eine noch das andere, weil sie ein Handicap haben und vielleicht eine Schrägstellung der Hüfte es ihnen nicht ermöglicht, sportlich zu sein. Und genauso verhält es sich mit der geistigen Fähigkeit, mit dem Potenzial an Psychischer Lebenskraft und mit dem IQ. Jeder Mensch hat verschiedene Schwächen und Stärken!

Dann kommen die verschiedensten Ereignisse und Bedingungen dazu. Manch einer hat vielleicht keinerlei Zuwendung erlebt und keine Liebe erfahren, ist ein Opfer von Martyrium und Missbrauch in der Kindheit, erlebt in der Jugend ein Trauma, verliert ein Elternteil durch Tod... Mir fallen so viele Dinge ein, womit jemand aus heiterem Himmel und schon als Kind, Jugendlicher oder junger Erwachsener konfrontiert werden kann und womit er ein Leben lang gehandicapt ist. All diese Fälle sind mir von Frauen bekannt, erinnere ich selber, kann ich mir vorstellen. Darum würde ich niemals irgendeinem Menschen einen Vorwurf des „Jammerns“ machen. Jeder Mensch hat für sein Tun oder Nichtstun immer einen Grund. Es ist viel zu einfach zu sagen, ich bin so, darum verlange ich das Selbe von anderen. Viel schwieriger ist es hinzuschauen, zu hinterfragen, zuzuhören. Zuwendung und ein offenes Ohr für die Verschiedenheiten der Menschen, Respekt und Toleranz sollten Tugenden sein, die jeder Mensch mit der Muttermilch als Erstlingsnahrung zunehmen sollte. Stattdessen werden Vorwürfe und Milch aus der Konserve verabreicht.

Jeden mitzunehmen, dass ist die große Herausforderung! Vorhaltungen zu machen und jemanden ob seines Handicaps einfach stolpern und straucheln zu lassen ist eine Politik, die ich mir nicht wünsche. Kein Oberhaupt eines Stammes von Indígenas würde auf einen einzigen Krieger oder auf eine einzige Mutter verzichten. Sie wissen, dass das Überleben des Stammes nur garantiert wird, wenn alle mitgenommen werden. Die die nicht kämpfen oder jagen können, werden dem Anbau von Getreide und der Kleinviehzucht zu Erfolg verhelfen. Diejenigen, die kinderlos bleiben, werden anderen Frauen bei der Betreuung ihrer Kinder helfen. Da werden Probleme im Rat von Weisen, Ältesten, Frauen und Männerzirkeln besprochen und Lösungen für jeden, ob nun schwach oder stark, klug oder anders klug, klein oder groß gefunden. Keiner bleibt zurück und erst Recht keine „alleinerziehende“ Mutter. So etwas würde es wohl überhaupt nicht geben, das ist unvorstellbar und sehr klug von ihnen. Ja sehr klug, denn jeder einzelne wird als erwachsener Mensch die Arterhaltung des Stammes garantieren. Jeder würde sein Leben für die Kinder anderer Frauen opfern und den Nachwuchs schützen, egal ob die Frau nun keinen, einen, zwei oder noch mehr Männer hat. Und wir? Uns geht es so gut, beinahe jeder von uns hat eine Wohnung, Essen und Trinken täglich, Wasser aus Wand, Toilette mit Spülung, im Winter ist es warm in der Wohnung. Ja fast jeder hat ein Fortbewegungsmittel mit Rädern unten dran und dennoch wollen wir nicht jeden mitnehmen, teilen und uns für die Kinder anderer Leute und deren Mütter stark machen. So läuft Arterhaltung aber nun einmal nicht! Jetzt schon zeichnet sich fern am Horizont ab, dass wir ein sterbendes Volk sind. Wir werden immer weniger laut den Demographen, weil wir uns nicht unterstützen. Anstatt uns einander zu helfen, sagen wir, wie die andere zu sein, was sie zu tun, oder bleiben zu lassen hat.

Die verschiedensten Bedingungen und Situationen, die jede einzelne von uns hat, erleichtern oder erschweren ihr Leben. Ein weiser Mensch tut gut daran, jedes seiner Handlungen und Haltungen stets in Frage zu stellen, inne zu halten und zu überprüfen ob er anderen nicht Unrecht tut, wenn er von sich auf andere schließen möchte.

Wenn wir alleinerziehende Mütter helfen und unterstützen, dann helfen und unterstützen wir damit den Kindern. Denn wenn eine Mutter keine Kraft mehr hat, kriegen es letztendlich die Kinder ab. Stellen Sie sich mal vor, was gewesen wäre, wenn ich der o. g. Mutter nicht geholfen hätte, bei der ich schon das Schloss auswechseln ließ? Zwei schulpflichtige Mädchen von ca. neun und zwölf Jahren, hübsche süße Mädels wären dann mit ihrer Mutter im Obdachlosenasyl bei Menschen gelandet, die die Mädchen evtl…..ich will mir das nicht ausmalen, wie es für diese zwei geworden wäre. Ich habe jedenfalls gerne geholfen und genau aus diesem Grunde habe ich mit höchster Wahrscheinlichkeit sogar meinen letzten Job verloren und musste deswegen selbst wieder zum JobCenter. Aber ich würde immer wieder genauso handeln, denn mir sind der Schutz von alleinerziehenden Müttern, schwangeren Frauen und Kindern heilig. Immer.

Hilfe für alleinerziehende Mütter

Bild von Anastasia

An Wendula:
"Jeder Mensch hat verschiedene Schwächen und Stärken!" Richtig - jeder! Und deshalb kann man den Fokus nicht auf alleinerziehende Mütter und Frauen usw. richten. Und dass sich Menschen untereinander helfen sollten, weil der Mensch ein soziales Wesen ist - auch dem stimme ich zu. Aber: Der Staat kann nicht alles regeln und für alles zuständig sein. Das kann fatale Folgen haben. In der ehem.DDR wurde Vieles vom Staat geregelt, das war bequem, aber eben nicht immer gut.
Und übrigens: es ist längst erwiesen, dass wir die Stärkeren sind!
Ein Smile für den Tag von Anastasia.

@anastasia

Bild von Wendula Strube

"Wir sehen die Dinge nicht so wie sie sind, wir sehen sie so, wie wir sind." ( Anais Nin) Diesen Sinnspruch schenke ich heute Dir allein.

Deine Argumentationslinie ist mir nicht tiefengründig genug. Ich habe Dir im vorletzten Kommentar bereits beschrieben, welche Unterschiedlichkeiten es gibt und das es vor allem um den Schutz der Kinder geht. Wenn Du für Dich entscheidest, Du bräuchtest keine Hilfe, dann ist es jetzt gut für Dich, es kann aber in wenigen Jahren wieder ganz anders sein und dann wirst Du die Hilfe suchen, die Du brauchst. Hoffentlich gibt es sie dann auch noch, denn wer am Sozialen Ast schneidet, könnte auch selber abstürzen. Gehe mal in Dich und such in Dir die Natur,z. B. nach Mutter- und Beschützerinstinkten. Du bist ein Teil der Natur und solltest sie finden.

Ich würde immer wieder der o. g. Frau und ihren Schützlingen helfen, egal ob vor mir Feuer, Wasser oder Sturm stünde. Ich habe noch niemals ein Kind fallen gelassen, Du etwa?

@Frau Ente

Bild von Wendula Strube

Viele alleinerziehende Mütter waren mit den Vätern ihrer Kinder verheiratet oder in langen Beziehungen und lassen sich später scheiden oder trennen sich von ihren Partnern, die ebenfalls bei der Zeugung der Kinder dabei waren (!) "...und das doch wohl hoffentlich mit klarem Verstand? Leider werden viel zu viele - ganz besonders sehr junge - Frauen schwanger, weil sie..." davon ausgehen, dass ihr Partner ein Leben lang mit ihnen zusammen bleibt und sich der Familie gegenüber verantwortlich zeigt oder dass die Partner verhüten. Ihnen fällt aber nichts besseres im "nachhinein" ein, als zu "jammern", dass sie nun auch noch für die Kinder zahlen sollen, ihren Nachwuchs bespielen und versorgen müssen.

Ihr Vorurteil ist schon sehr "anmassend", genau davor müssen alleinerziehende Mütter und deren Kinder geschützt werden.

"Wir sehen die Dinge nicht so wie sie sind, wir sehen sie so, wie wir sind." ( Anais Nin)

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