von Martin Schmidtner - 07.02.2010
Bereits Anfang der Woche präsentierte Festivaldirektor Dieter Kosslick die Highlights und das Konzept der diesjährigen Festspiele.
60. Geburtstag
Zum 60ten Mal wird in der Berlin ab kommenden Donnerstag der Rote Teppich für die Gäste der Internationalen Filmfestspiele ausgerollt. Nicht wie in den Anfangsjahren nur vor dem Zoo-Palast und dem Gloria-Theater in Charlottenburg, sondern auch wieder in Berlins neuer Mitte am Potsdamer Platz, wo am Freitag auch ein Boulevard der Stars - analog zu Hollywoods Walk of Fame - mit einem Stern für Marlene Dietrich eingeweiht werden wird.

Zur Pressekonferenz gabs Himbeertorte zum 60ten (Foto: Martin Schmidtner)
Auch vieles andere hat sich geändert - in den ersten fünf Jahren war die Berlinale ein reines Publikumsfestival - die Kinozuschauerinnen und -zuschauer stimmten am Ende des Films über die Bewertung ab und kürten so die Preisträger.
Bereits 1956 wurde die Berlinale dann zum sogenannten A-Festival - eine Internationale Jury übernahm die Vergabe der Goldenen Bären, aber ein Publikumsfestival ist die Berlinale trotz allem geblieben. Das zeigt auch die Entwicklung der vergangenen Jahre: Zwar wurden vor ein paar Jahren die begehrten und praktischen Publikums-Dauerkarten abgeschafft - parallel dazu aber im letzten Jahr durch Einbeziehung des Friedrichstadt-Palastes als Spielort die Kapazitäten für das breite Publikum sogar erhöht.
Berlinale Goes Kiez
Einen Schritt weiter geht Dieter Kosslick in diesem Jahr. Berlinale goes Kiez heißt eine neue Programmreihe. Dabei werden Kinos, die sich um ein anspruchsvolles Programm in Berlins Kiezen verdient gemacht haben, mit jeweils einem Berlinale-Abend geehrt. Ein roter Teppich wird dann ausgerollt, ein prominenter Stamm-Besucher des jeqweiligen Kinos übernimmmt die Patenschaft und es wird ein Film aus dem Wettbewerb gezeigt und auch die eingeladenen Gäste und Stars des Films sollen sich an diesem Abend im Kiezkino sehen lassen.
„Das Publikum und die Kinos spielen bei der Berlinale die Hauptrollen. Unsere Aktion ‚Berlinale goes Kiez’ soll zum Einen ein Dankeschön an die treuen Besucher des Festivals sein. Zugleich möchten wir die Kinos ins Rampenlicht rücken und zeigen, dass die Lichtspielhäuser wertvolle Orte der Kultur, Kommunikation und Kreativität sind. Diese Orte müssen unbedingt bewahrt werden“, erläuterte Dieter Kosslick die Aktion.
Eine wunderbare Idee! Karten für diese Vorstellungen und für alle Vorstellungen im Friedrichstadtpalast gibt es hier bereits ab morgen!



