Die Zahlen malen ein erschreckendes Bild. Bereits 384 Millionen Hektar Land sind als Folge des Klimawandels bereits unfruchtbar. In Afrika trifft dies auf 65 Prozent der landwirtschaftlichen
Nutzfläche zu. Betroffen sind 1,7 Milliarden Menschen, 837 Millionen in Asien und 228 Millionen in Afrika. Dies sind die Ergebnisse der
Studie "People-Centred Resilience", die Oxfam bereits im November vorgestellt hat, nun aber zur Grundlage für seine
Forderungen an den Agrarministergipfel macht.
Die Kritik: Umweltschonende Anbaumethoden in der Landwirtschaft würden bislang bei der Hungerbekämpfung kaum berücksichtigt. "Die Landbewirtschaftung muss weniger auf Düngemittel, Pestizide
und Technologie setzen, und mehr auf ökologische Anbaumethoden und traditionelles Wissen", fordert Oxfams Agrarexpertin Marita Wiggerthale.
Kritik an Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner
Auf diese Weise käme es zu einer "Win-Win-Situation". Zum einen profitierten die Landwirte, weil sie den Boden schützten und so ihre Erträge steigerten. Zum anderen käme eine ökologische
Landwirtschaft auch dem Klima zugute. "Für den Klimawandel macht es einen bedeutenden Unterschied, ob Düngemittel und Pestizide oder agrarökologische Anbauverfahren eingesetzt werden", sagt
Wiggerthale.
Damit widerspricht sie auch deutlich Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner, die kürzlich erklärt hatte, es müssten vermehrte Treibhausgase in der Nahrungsmittelproduktion in Kauf
genommen werden, damit ausreichend Lebensmittel für alle Menschen verfügbar seien. Hier sei ein "klimapolitischer Paradigmenwechsel in der Landwirtschaft" notwendig, so Wiggerthale. Ziel sei
"weniger Fleisch, weniger klimaschädliche Überdüngung, mehr Bodenschutz und mehr Gründland".







