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Icon   Forderung an Agrarminister

Bauern gegen den Klimawandel

16. January 2010

Der Klimawandel trifft die Menschen in Afrika besonders hart, Foto: pixelio.de/Katharina Hoyer
Der Klimawandel trifft die Menschen in Afrika besonders hart, Foto: pixelio.de/Katharina Hoyer

Die Zahlen malen ein erschreckendes Bild. Bereits 384 Millionen Hektar Land sind als Folge des Klimawandels bereits unfruchtbar. In Afrika trifft dies auf 65 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche zu. Betroffen sind 1,7 Milliarden Menschen, 837 Millionen in Asien und 228 Millionen in Afrika. Dies sind die Ergebnisse der Studie "People-Centred Resilience", die Oxfam bereits im November vorgestellt hat, nun aber zur Grundlage für seine Forderungen an den Agrarministergipfel macht.

Die Kritik: Umweltschonende Anbaumethoden in der Landwirtschaft würden bislang bei der Hungerbekämpfung kaum berücksichtigt. "Die Landbewirtschaftung muss weniger auf Düngemittel, Pestizide und Technologie setzen, und mehr auf ökologische Anbaumethoden und traditionelles Wissen", fordert Oxfams Agrarexpertin Marita Wiggerthale.

Kritik an Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner

Auf diese Weise käme es zu einer "Win-Win-Situation". Zum einen profitierten die Landwirte, weil sie den Boden schützten und so ihre Erträge steigerten. Zum anderen käme eine ökologische Landwirtschaft auch dem Klima zugute. "Für den Klimawandel macht es einen bedeutenden Unterschied, ob Düngemittel und Pestizide oder agrarökologische Anbauverfahren eingesetzt werden", sagt Wiggerthale.

Damit widerspricht sie auch deutlich Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner, die kürzlich erklärt hatte, es müssten vermehrte Treibhausgase in der Nahrungsmittelproduktion in Kauf genommen werden, damit ausreichend Lebensmittel für alle Menschen verfügbar seien. Hier sei ein "klimapolitischer Paradigmenwechsel in der Landwirtschaft" notwendig, so Wiggerthale. Ziel sei "weniger Fleisch, weniger klimaschädliche Überdüngung, mehr Bodenschutz und mehr Gründland".

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