Die gute Nachricht ist, dass Obama kommt. Lange Zeit war nicht klar, ob der amerikanische Präsident den Weg in die dänische Hauptstadt finden würde. Allzu gewichtig waren die innenpolitischen
Kämpfe, die er derzeit wegen der Gesundheitsreform auszufechten hat. Am Mittwoch dann die Erlösung durch den Regierungssprecher: Obama wird am 9. Dezember in Kopenhagen Station machen, ehe er am
10. Dezember in Oslo den Friedensnobelpreis entgegen nimmt.
Allerdings gibt es zwei Wermutstropfen: Zum einen geht der Klimagipfel bis zum 18. Dezember und die wichtigen Details werden eher am Ende verhandelt. Zum anderen bleiben die
CO2-Minderungszusagen der amerikanischen Regierung hinter den Erwartungen zurück. Lediglich um 17 Prozent sollen die Emissionen der USA bis 2020 gegenüber 2005 sinken - im Vergleich zu dem in
Europa üblichen Referenzjahr 1990 entspräche dies nur drei Prozent Rückgang. Bis 2025 sollen sie dann um 30 und bis 2030 um 42 Prozent (jeweils im Vergleich zu 2005) sinken.
Europaparlament fordert 30 Milliarden jährlich für Entwicklungsländer
Auf dem Weg zu einem Folgeabkommen für das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll kommt es vor allem auf die Vereinigten Staaten an: Die größte Wirtschaftsmacht der Erde steht bei den
Pro-Kopf-Emissionen weltweit an der Spitze.
Unterdessen forderte das Europaparlament die EU-Regierungen auf, den Entwicklungsländern mindestens 30 Milliarden Euro jährlich für den Kampf gegen den Klimawandel zur Verfügung zu stellen.
Europa müsse dazu beitragen, dass ein ambitioniertes neues Weltklimaabkommen zustande komme, erklärten die Parlamentarier in einer Entschließung, die am Mittwoch in Straßburg verabschiedet
wurde.







