Die 26 Wissenschaftler kommen zu dem Schluss, dass einige Aspekte des Klimawandels früher oder stärker eintreten als noch vor wenigen Jahren vermutet. So sei der Verlust des arktischen
Meereises in den vergangenen drei Sommern rund 40 Prozent größer gewesen als der Mittelwert der Simulationsrechnungen für den vierten Sachstandsbericht des Weltklimarats (IPCC) aus dem Jahr 2007.
Auch wurden im vergangenen Jahr rund 40 Prozent mehr Kohlsenstoffdioxid freigesetzt als 1990.
Aus dem Bericht geht hervor, dass die globalen Emissionen in spätestens fünf bis zehn Jahren ihren Gipfel überschritten haben werden und schnell abnehmen müssen, damit die schlimmsten
Auswirkungen des Klimawandels verhindert werden können. Ohne eine deutliche Verminderung der Emissionen könnte die globale Durchschnittstemperatur bis 2100 um bis zu sieben Grad ansteigen,
schreiben die Wissenschaftler.
"Leider zeigen uns die Daten, dass wir die Klimakrise bislang unterschätzt haben", sagte Stefan Rahmstorf, Professor für Physik der Ozeane und Abteilungsleiter des Forschungsbereichs
Erdsystemanalyse am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Dessen Direktor Hans Joachim Schellnhuber appelierte an die internationale Gemeinschaft, die Klimakonferenz von Kopenhagen zu
einem Erfolg werden zu lassen. "Dies ist der letzte wissenschaftliche Aufruf an die Unterhändler von 192 Staaten, den Klimaschutz-Zug in Kopenhagen nicht zu verpassen."
Der Bericht zum Download: www.copenhagendiagnosis.com







