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Anlaufstelle für Alleinerziehende

Petra Spoden • 14. November 2009

Empfang beim Bundespräsidenten Johannes Rau am 30.04.2002
Empfang beim Bundespräsidenten Johannes Rau am 30.04.2002

Am 16.11.1949 in Penzberg (Oberbayern) geboren, wuchs Edith Schwab als Tochter eines Studienrats in gut bürgerlichem Rahmen auf. Dass ihre Mutter - in dieser Zeit eher ungewöhnlich - mit Stolz einen eigenen Beruf erlernt hatte, der sie mental Selbständigkeit bewahren ließ, kann als prägend betrachtet werden. Schwab besuchte das Gymnasium in Bensheim, machte dort ihm Jahr 1968 das Abitur und entschied sich für das Studium der Jurisprudenz. Sie studierte in Heidelberg und in Genf und absolvierte nach dem Examen, das sie in Heidelberg ablegte, ihr Referendariat in Karlsruhe, Heidelberg und Istanbul. Anschließend bewarb sie sich bei einer großen Rechtsanwaltskanzlei in Speyer, wo sie bis zum Jahr 1985 arbeitete.

Kanzlei wird Anlaufstelle für Alleinerziehende

Ihr Ziel war jedoch Selbständigkeit, und so eröffnete sie in Partnerschaft mit Hans-Helmut Rennwanz im Frühjahr 1985 die eigene heutige Kanzlei in der Speyerer Innenstadt. Dort spezialisierte sie sich auf Familienrecht und machte ihre Kanzlei zur Anlaufstelle für Alleinerziehende aus ganz Deutschland. Triebfeder für das spezielle, starke berufliche Engagement war u.a. auch das persönliche Erleben der Situation, in der Alleinerziehende im Alltag stehen.

Edith Schwab ist Mutter eines 18jährigen Sohnes, der mangels Ganztagesschulangebot im gymnasialen Bereich zwischenzeitlich ein Internat besucht. Als allein erziehende Juristin war sie bald begehrte Ratgeberin im Verband allein erziehender Mütter und Väter, wo sie sich ab 1995 landesweit engagierte. Von 1996 bis 2002 besetzte sie den Platz der stellvertretenden Vorsitzenden im VAMV-Landesverband Rheinland-Pfalz und ab 1999 zusätzlich das entsprechende Amt auf Bundesebene.

Bundesvorsitzenden des Verbandes allein erziehender Mütter und Väter

Am 9.6.2001 wurde sie in das Amt der Bundesvorsitzenden des Verbandes allein erziehender Mütter und Väter gewählt,- ein Amt, das sie ohne Unterbrechung bis zum heutigen Tag innehat. Als Bundesvorsitzende vertritt sie ungefähr zweieinhalb Millionen Alleinerziehende. Sie bezieht Stellung zu Gesetzesvorhaben und -änderungen und setzte sich im Namen des Verbandes für eine Modifikation des geänderten Unterhaltsrechts ein zugunsten der Betroffenen im Sinne von Einzelfallregelungen.

Ihr Kampf gilt einer Besserstellung der Menschen, die die Alltagssorge für die nachfolgende Generation alleine tragen, Einrichtungen für Kinder müssen verbessert werden aber auch die Rechtslage, was die finanzielle Versorgung betrifft. So tritt sie ein für die Absenkung der Mehrwertsteuer auf Kinderbedarfsartikel (wovon alle Eltern profitieren würden), für einen angemessenen Haushaltsfreibetrag für Alleinerziehende und für bedarfsgerechte Berücksichtigung des Existenzminimums, wo immer es um die Versorgung von Kindern geht.

Präsidentin auf europäischer Ebene

In derzeitiger Federführung für die Arbeitsgemeinschaft der Familienverbände (AGF) auf Bundesebene vertritt Edith Schwab mit dem VAMV zur Zeit die Interessen aller Eltern in der Bundesrepublik. Daneben wurde Edith Schwab am 16.5.09 in Bern zur Präsidentin von ENoS (European Network of Single parent families), der neu gegründeten Organisation der Alleinerziehenden auf europäischer Ebene gewählt. In dieser Funktion pflegt sie Kontakt mit unseren Abgeordneten des Europäischen Parlaments. In Speyer setzt sich Edith Schwab darüber hinaus als Fördermitglied des Frauenhauses für betroffene Frauen ein und engagiert sich im "Arbeitskreis gegen Gewalt an Frauen". Edith Schwab ist Mitglied der SPD und wohnt im ländlichen Raum bei Speyer.

Mehr Informationen zum Verband alleinerziehender Mütter und Väter unter http://www.vamv.de/

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