Artikel (Archiv) > Rendezvous von Nord und Süd

Hauptinhalt

Artikel (Archiv)

Übersicht

Icon   Über die amerikanisch-brasilianischen Beziehungen

Rendezvous von Nord und Süd

Britta Joerißen • 12. October 2009

BrasilInfo2009
BrasilInfo2009

Na, da stimmt ja mal wieder alles: Barack Obama offenbart Lula da Silva seine Liebe, gesteht vor versammelter Mannschaft am Rande des G20-Gipfels in London "I love this guy, he is the most popular President in the World", und Lula, der bei jeder sich bietenden Gelegenheit darauf verweist, Gott sei Brasilianer, erwidert mit großzügiger Geste "Obama ist einer von uns; würde man ihn in Bahia treffen, würde man denken, er sei Bahianer; träfe man ihn in Rio, könnte man denken, er sei Carioca".

Gefestigt wird das noch junge Glück durch gegenseitige Telefonate und persönliche Treffen. Schon im März wird Lula - als erster lateinamerikanischer und als dritter Staatschef überhaupt - von Obama im Weißen Haus empfangen: Sie kündigen an, in Zukunft stärker zusammen arbeiten zu wollen, um die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise zu überwinden, um eine Reform des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen voranzubringen, um die gemeinsame Entwicklungskooperation in Afrika zu erneuern und - last but not least - eine Energiepartnerschaft auf den Weg zu bringen.

Mit Blick auf Lateinamerika ist Brasilien der natürliche strategische Partner für die USA. Das Land mit der fünftgrößten Bevölkerung und der neuntgrößten Volkswirtschaft der Welt ist zwar nicht offizieller Sprecher seiner zahlreichen Nachbarn, hat aber in den letzten Jahren seine Führungsrolle auf dem Subkontinent stetig ausgebaut. Seine Ökonomie entwickelt sich stabil und scheint auch relativ krisenresistent zu sein, es verfügt über ein ausstrahlungsfähiges soziökonomisches Modell und liegt mit keinem Land in einem schwerwiegenden Konflikt. Im Gegenteil: Brasilien wird mehr und mehr als Konfliktlöser akzeptiert, übernimmt, wie etwa in Haiti, internationale Verantwortung, und auch seine stärksten Rivalen, Argentinien und Venezuela, haben in den letzten Jahren deutlich an Boden verloren und sind in die regionalen Strukturen eingebunden.

Den Text finden Sie hier: http://library.fes.de/pdf-files/bueros/brasilien/06660.pdf


Die neueste Ausgabe (August 2009) des Brasilinfos finden sie hier. Weitere Informationen zur Friedrich-Ebert-Stiftung, Büro Brasilien, finden Sie hier:

Inhalt rechte Spalte

 

Hauptinhalt 2

Buchtipp

Westend Verlag

Icon Rezension; Jürgen Roth: „Gazprom – Das unheimliche Imperium"

Putins unheimliches Imperium

Icon Rezension; Rudolf Hickel: „Zerschlagt die Banken"

„Zerschlagt die Banken"

Icon Rezension; Hans-Christian Jasch: „Staatssekretär Wilhelm Stuckart und die Judenpolitik"

Massenmord, geplant von Beamten

Icon Kathrin Hartmann: "Wir müssen leider draußen bleiben"

Von der Politik über den Tisch gezogen

Interview

Eren Güvercin

Icon Eren Güvercin im Interview

„Ich habe nie ein Identitätsproblem gehabt“

Icon Interview mit Frank Mentrup

Lust auf den Wechsel

Icon Interview mit dem Deutsch-Iraner Omid Pouryousefi

"Viele haben die Nase voll"

Icon Interview mit Katja Kullmann

„Dann ist da diese andere europäische, große Idee, die wir Sozialdemokratie nennen“

Veranstaltung

vorwärts-Fest in Bayern

Icon vorwärts-Fest

„Der Wandel in Bayern hat angefangen!“

Icon Buchvorstellung

Naziverbrecher ohne Reue

Icon Fotoausstellung im Willy-Brandt-Haus

Das kulturelle Gesicht Afghanistans

Icon Bildungspolitik

Gleiche Chancen für alle?

Kolumne

Icon Willst du mit mit (wählen) gehen?

Das Allerletzte von Martin Kaysh

Icon Notiert von Uwe Knüpfer

Berliner Tagebuch

Icon Abzug aus Afghanistan

Global gedacht von Rafael Seligmann

Icon Notiert von Uwe Knüpfer

Berliner Tagebuch

Filmtipp

Cengos (Abdullah Ado) Kindheit endet mit schmerzhaften Verlusterfahrungen.

Icon Film der Woche: Mes – Lauf!

Der stumme Schrei nach Leben

Icon Film der Woche: Kill me please

Selbstmord inklusive

Icon Film der Woche: Die Vermissten

Mit dem Rücken zum Nichts

Icon Film der Woche: Medianeras

Wir sind die Stadt