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Ahnen fordert Konsequenzen aus Bildungsgipfel

Vera Rosigkeit • 04. September 2008

Konkrete Vereinbarungen zwischen Bund und Ländern fordert Doris Ahnen, rheinland-pfälzische Bildungsministerin und Vorsitzende des Forums Bildung der SPD von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Es sei wichtig, so Ahnen im Interview mit der Nachrichtenagentur ddp, "dass das Megathema Bildung nicht nur Gegenstand von Sonntagsreden ist, sondern, dass das Ganze auch konkrete Konsequenzen hat". Deshalb erwarte sie konkrete Ergebnisse vom nationalen Bildungsgipfel im Herbst. Beitragsfreiheit Bereits am Montag hatte die SPD in einem Beschluss des Parteivorstands gefordert, bis 2013 parallel zum Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung die Beitragsfreiheit für Kitas einzuführen. "Wir verstehen die frühe Förderung als Beitrag zur Bildung", hatte Generalsekretär Hubertus Heil in einer Pressekonferenz in Berlin erklärt. Weil Bildung über individuelle Lebensperspektiven und berufliche Möglichkeiten entscheide, fordere seine Partei vor allem ein durchlässiges Bildungssystem, so Heil. Durchlässiges Bildungssystem "Aufstieg durch Bildung-Chancengleichheit und wirtschaftlicher Wohlstand" lautet der aktuelle Beschluss des SPD-Parteivorstandes, der neben der Förderung frühkindlicher Bildung auch ein längeres gemeinsames Lernen fordert. Studien hätten bewiesen, sagte Heil, dass das frühe Aufteilen kontraproduktiv sei. "Unser Schulsystem muss offener werden", so Heil. Integrative Schulformen sollen gefördert, die Hauptschule abgeschafft werden, heißt es im Beschluss. Schülerbafög Laut Papier will die SPD weiterhin mit mehr Schülerbafög und dem Abschaffen der Studiengebühren will die SPD finanzielle Hürden beseitigen. Finanziert werden soll die Bildungsinitiative durch Bund, Ländern und Gemeinden. "Wir müssen gemeinsam an einem Strang ziehen", sagte Heil. Vom nationalen Bildungsgipfel erwarte die SPD Konsequenzen hinsichtlich der Finanzierung. Nicht die soziale Herkunft dürfe über den Zugang zur Bildung entscheiden. "Wissen und umfassende Bildung werden immer wichtiger", heißt es dazu im Papier. "Investitionen in die Bildung sind deshalb entscheidend für unseren zukünftigen Wohlstand."

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