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Icon   Buch „Produktivkraft Natur“ in Berlin vorgestellt

Natur aus wirtschaftlicher Perspektive

Joris Steg • 21. September 2009

Foto: Pixelio.de/ Günter Havlena
Foto: Pixelio.de/ Günter Havlena

Manfred Bissinger, der Geschäftsführer von Hoffmann und Campe, betonte bei der Buchvorstellung, dass die Autoren wichtige Themen aus Natur und Umwelt behandelten. Sie sähen die Natur nicht aus biologischer Perspektive, sondern als "knallharten Wirtschaftsfaktor". Bissinger würdigte, dass das Buch Ökologie und Ökonomie sinnvoll verbinde. Das Fazit des Buches und der Rat für die Gesellschaft sei: Investitionen in das Naturkapital lohnen sich, denn sie erweisen sich als Wachstumsfaktor.

Emotionale, ethische und wirtschaftliche Gründe

Elsa Nickel, die stellvertretende Leiterin der Abteilung Naturschutz im Bundesumweltministerium, sagte, dass die Rolle der "Produktivkraft Natur" leider systematisch unterschätzt werde. Sie dankte den Autoren für die neue Sichtweise auf die Natur: "Natur und der Schutz des natürlichen Reichtums unserer Erde werden heutzutage leider allzu häufig nur als Kostenfaktor gesehen. In dem Buch weiten die Autoren den Blickwinkel und stellen die Natur nicht als Kostenpunkt, sondern als Wirtschaftsfaktor dar. Ich finde die Fülle der Bespiele beeindruckend - mehr noch aber die Vielzahl an Zusammenhängen und Blickwinkeln, unter denen man Natur als einen ökonomischen Wert betrachten kann". Bissinger und Nickel erklärten gemeinsam, das Buch verdeutliche, dass neben den emotionalen und ethischen auch viele gute wirtschaftliche Gründe existierten, sich für den Erhalt der Natur einzusetzen.

Olaf Tschimpke, einer der drei Autoren des Buches, betonte, wie wichtig es sei, die ökonomischen Werte der Natur in den Blickpunkt zu setzen, weil ethische Argumente oftmals nicht ausreichten, um Investitionen in den Erhalt der Natur generieren zu können. Diese Investitionen seien sowohl ökonomisch als auch ökologisch sinnvoll und sie seien dringend notwendig, sonst "werden wir unsere Lebensgrundlage in den nächsten 30 bis 40 Jahren ruinieren". Manfred Walser, ein weiterer Autor, hofft ebenfalls, dass die Forderungen des Buches nach mehr Investitionen in das Naturkapital umgesetzt werden. Beide Autoren erklärten, dass der Schutz und die nachhaltige Nutzung der Natur erheblichen ökonomischen Nutzen für die Gesellschaft hätten.

Website über Wirtschaft und Natur

Elsa Nickel verwies zudem auf eine neue Homepage, die das Bundesumweltministerium eingerichtet hat. Die Website beschäftigt sich mit der Verbindung von Wirtschaft und Natur. Neben Informationen zu dem Buch gibt es dort Berichte über verwandte Themen und Projekte sowie weiterführende Informationen.

www.wirtschaft-und-natur.de

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