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Icon   SPD setzt auf Jugendarbeit

S-Bahn-Mord: Ruf nach Videoüberwachung

Red. Red. • 21. September 2009

pixelio: Hauk Medien Archiv
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Für mehr Polizeibeamte und eine verstärkte Videoüberwachung an Bahnhöfen hatte sich Angela Merkel am Wochenende ausgesprochen. Der bayrische Innenminister Joachim Herrmann forderte gar eine flächendeckende Videoüberwachung in S-Bahnen und an S-Bahnhöfen, zudem solle die Höchststrafe für Jugendliche von 10 auf 15 Jahre erhöht werden, wie die Welt am Sonntag berichtete. Aus Sicht der SPD-Innenpolitiker greifen die Vorschläge zu kurz: Sie wollen neben einer starken Polizei eine verstärkte Jugendarbeit, um die Chance zu erhöhen, Probleme frühzeitig zu erkennen. In ihrem Regierungsprogramm hat die SPD bereits grundsätzlich festgehalten, künftig auch Sozialarbeiter an Schulen einzusetzen.

Mit Ursachen beschäftigen
"Von einer Bundeskanzlerin ist zu erwarten, dass sie sich nicht nur mit Symptomen, sondern mit Problemursachen beschäftigt", sagte der SPD-Innenpolitiker Sebastian Edathy zu vorwärts.de. "Wir brauchen mehr Bildung, mehr Jugendarbeit. Die Zahl der Videokameras in Deutschland entscheidet nicht über das Ausmaß der Jugendkriminalität", so Edathy weiter.

Stellenabbau der Polizei stoppen
Der Innenpolitiker Klaus-Uwe Benneter (SPD) richtete seinen Appell an die Bundesländer. Zu Handelsblatt.com sagte er, die Bundesländer sollten den Stellenabbau der Polizei stoppen. Die Videoüberwachung hingegen sieht auch Benneter skeptisch. Das Problem müsse man an den Wurzeln packen, etwa durch mehr Jugendarbeit. Videoüberwachung sei "kein Allheilmittel", so Benneter. msch

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