In der aktuellen Umfrage des ARD-Deutschlandtrends kommt die SPD auf 26 Prozent der Stimmen. Das sind drei Prozentpunkte mehr als in der Vorwoche, gleichzeitig ist es der beste Wert für die SPD seit Mai. Die Werte von Union (35 Prozent) und FDP (14 Prozent) blieben unverändert. Auch in der Umfrage des ZDF-Politbarometers kann die SPD als einzige Partei zulegen und kommt hier auf 25 Prozent, das ist ein Plus von zwei Prozentpunkten.
Steinmeier punktet
Der Zugewinn der Sozialdemokraten steht laut ARD-Deutschlandtrend erkennbar in Zusammenhang mit der Person Frank-Walter Steinmeiers. 64 Prozent der Befragten zeigten sich zufrieden mit seiner
Arbeit (plus 6 gegenüber Anfang September). Damit liegt Steinmeier nur noch drei Prozentpunkte hinter Angela Merkel, die auf 67 Prozent kommt (minus 4). Auch in der Kanzler-Frage kann der
SPD-Kandidat den Abstand zu Merkel verringern. Wenn eine Direktwahl möglich wäre, würde die CDU-Vorsitzende jetzt auf 53 Prozent kommen (minus 2). Steinmeier kann sich von 23 Prozent auf 30
Prozent steigern. Damit ist der Abstand zwischen ihnen von 32 auf 23 Punkte geschrumpft.
Wahlausgang ist offen
Die ARD weist ausdrücklich darauf hin, dass die so genannte Sonntagsfrage keine Prognose ist, sondern eine Momentaufnahme derzeitiger Wahlneigungen. Es sei völlig unmöglich vorherzusagen, ob
sich das gegenwärtige Kräfteverhältnis auch am 27. September im Wahlergebnis so widerspiegeln wird. Denn der Anteil der Unentschiedenen ist zehn Tage vor der Wahl so hoch wie selten zuvor: 24
Prozent der Befragten wissen noch nicht, ob oder wen sie wählen wollen. 2005 waren es zehn Tage vor der Wahl nur 19 Prozent.







