In Kairo wurde auf der Weltbevölkerungskonferenz 1994 beschlossen, dass in die Gleichheit, die Menschenrechte sowie in die soziale und wirtschaftliche Entwicklung vor allem der Mädchen und
Frauen zu investieren sei. 15 Jahre später trafen sich 400 Experten aus 131 Ländern in Berlin, die im Bereich Frauengesundheit- und rechte tätig sind.
Sie sagen, dass der Kairoer Aktionsplan wichtig gewesen sei, doch heutzutage sei seine Bedeutung noch weiter gewachsen. Die Regierungen sollten ihre Zusagen einhalten, so das
Abschlussdokument der Konferenz.
Der visionäre globale Konsens
Auf dem Forum wurde beschlossen, dass die Bedürfnisse eines jeden Einzelnen in Bezug auf Menschenrechte, sexuelle und reproduktive Gesundheitsvorsorge in den Mittelpunkt gerückt werden
müsse.
Viele der Kairoer Forderungen fanden ihren Niederschlag in den Milleniumszielen, welche von den Mitgliedsstaaten immer wieder betont wurden. Allerdings werde nach wie vor zu wenig
investiert. Daher fordert der Aufruf "Berlin Call to Action", dass lokale, nationale und internationale Entscheidungsträger mit den NGOs zusammenarbeiten sollten, um konkrete Maßnahmen zu
finanzieren.
Die Forderungen der Nichtregierungsorganisationen
Die NGOs haben sich zum Zusammenwirken mit den politischen Mandatsträgern verpflichtet und verlangen, dass sexuelle und reproduktive Rechte als Menschenrechte durch Reformen und eine neue
Familienpolitik voll anerkannt werden. Des Weiteren fordern sie den Zugang zu umfassenden Informationen über Gesundheit, gerade im sexuellen Bereich. Dies sei auch für jüngere Menschen sehr
wichtig, da es jenen häufig an Informationen fehle. Das sei jedoch die Grundlage dafür, dass sie Entscheidungen über ihr eigenes Leben treffen könnten.
Auch sollen die Regierungen in Hilfsgüter, Dienstleistungen und in das Gesundheitssystem investieren. Die professionelle Betreuung von Schwangeren und Neugeborenen sowie eine bessere
Behandlung von AIDS-Kranken müsse vorangetrieben werden. Ebenfalls gefordert werden größere Mitspracherechte gefordert.
Die Wirtschaftskrise dürfe nicht zu Lasten der Ärmeren gehen. Die Bedürfnisse nach sexueller und reproduktiver Gesundheit aller Menschen sollten befriedigt werden. Die Entscheidungsträger
sollten sich von Prinzipien wie Gleichberechtigung, Aufgeschlossenheit und Transparenz leiten lassen.
Solange die Kairoer Beschlüsse nicht umgesetzt sind, sei ein Leben in Würde nicht möglich, sind sich die Teilnehmer des NGO-Forums sicher.
Die Konferenz wurde vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und vom UN-Bevölkerungsfonds (UNFPA) mit Unterstützung der MacArthur Foundation
ausgerichtet.
Weitere Informationen:
www.globalngoforum.org







