Die Debatte um die Begrenzung von Managergehältern reißt nicht ab. Auf dem im September stattfindenden Gipfeltreffen der EU und der G20 sollen verbindlcihe europaeische beziehungsweise internationale Regelungen zur Kontrolle von Banken-Boni gefunden werden.
Günter Verheugen, EU-Kommissar für Unternehmen und Industrie, forderte im "Hamburger Abendblatt" ein Vergütungssystem, das keinen Bezug zum kurzfristigen Gewinn eines Unternehmens herstellt. Zudem verlangte er, Boni für Manager, deren Unternehmen mit Steuergeldern unterstützt würden, hoch zu besteuern. "Worum es geht, sind Zahlungen, die anstehen, wenn ein Unternehmen längst am Tropf des Staates hängt. Hier haben die Amerikaner eine sehr elegante Lösung gefunden", sagte der SPD-Politiker. "Sie holen sich solche Zahlungen über die Besteuerung zurück."
Poß will internationalen Schulterschluss
Joachim Poß, Vize-Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, forderte in erster Linie verbindliche und zwingende Regeln, denn europäische oder internationale Vereinbarungen
würden nur wenig nützen, wenn sie lediglich Empfehlungen beinhalteten. Poß kritiserte in diesem Zusammenhang die Union und warf ihr "reines Wahlkampfgeklingel" vor. Denn auch Deutschland
könnte mehr gegen übertriebene und falsch konstruierte Banken-Boni machen, "wenn sich in dieser Frage die Reihen der CDU/CSU schließen würden und man endlich bereit sein würde, dem SPD-Ansatz
einer stärkeren Besteuerung von Managergehältern und Boni beim Unternehmen beizutreten."







