Die 25. Lange Nacht der Museen steht in diesem Sommer ganz im Zeichen des Wandels, den Berlin seit dem Fall der Mauer im Jahre 1989 durchlebt. Rund 100 Museen und Institutionen nehmen wieder an der Langen Nacht teil. Neu dabei sind diesmal unter anderem das Stasimuseum, das DDR-Museum und die große Open-Air-Ausstellung auf dem Alexanderplatz.
Genau 20 Jahre ist es her, dass sich in der DDR aus den Protestaktionen Einzelner eine
Massenbewegung entwickelte, die unter dem Namen "Friedliche Revolution" in die Geschichtsbücher einging und schließlich zum Fall der Mauer am 9. November 1989 führte. Die Ausstellung auf
dem Alexanderplatz ruft mit über 700 Originaldokumenten, Filmen und Fotos die Ereignisse der Friedlichen Revolution in Erinnerung. Seit ihrer Eröffnung im Mai dieses Jahres strömten bereits
eine halbe Millionen Besucher aus dem In- und Ausland in die täglich 24 Stunden zugängliche Ausstellung.
Verwirklicht von der Robert-Havemann-Gesellschaft e.V. in Zusammenarbeit mit
Kulturprojekte Berlin ist die außergewöhnliche Schau Teil des Berliner Themenjahres "20 Jahre Mauerfall." Zur Langen Nacht der Museen haben sich die Veranstalter ein besonders attraktives
Programm einfallen lassen, das neben den Besuchern auf der Museumsroute auch Cineasten anziehen wird.
Das Sonderprogramm beginnt mit einem Lesequartett um 18 Uhr, in dem vier Autorinnen aus unterschiedlichen Perspektiven über die Zeit der Friedlichen Revolution berichten. Es lesen: Grit Poppe, Nicki Pawlow, Angela Kowalzyk und Alexandra Linett. Ab 20 Uhr folgt ein Filmgespräch mit anschließender Animationsfilmnacht. Ralf Schenk (Berliner Zeitung) und Hedda Gehm (1989 Dramaturgin beim DEFA Studio für Trickfilme Dresden) führen in eine spannende Nacht mit 15 selten gezeigten Animationsfilmen ein, die den Alltag in der Diktatur beleuchten. Bereits am Freitag wird der DEFA-Klassiker "Die Legende von Paul und Paula" auf dem Alexanderplatz gezeigt. Das Film-Open-Air-Wochenende zur Langen Nacht endet am Sonntag mit dem Dokumentarfilm "Im Durchgang - Protokoll für das Gedächtnis".
Quelle: Pressemeldung







