Besonders für Jungwähler ist das Internet Informationsmedium Nummer eins für politische Themen. Drei Viertel der 18- bis 29-Jährigen informieren sich dort über Politik. Zum Vergleich: Das
Fernsehen nutzen 61, Tageszeitungen 54 Prozent. In der Gesamtbevölkerung rangiert das Internet allerdings nur an fünfter Stelle hinter Fernsehen, Tageszeitungen, Radio und persönlichen
Gesprächen.
Wer sich im Internet über Politik informiert, nutzt dazu am liebsten die Nachrichtenseiten der klassischen Medien. 81 Prozent der Befragten gaben an, sich bei den Online-Angeboten von
Zeitungen, Magazinen oder Fernsehsendern zu informieren. Jeder Dritte nutzt allerdings auch die Webseiten der politischen Parteien. Aufzugehen scheint auch die Strategie der Online-Netzwerke wie
Facebook, Youtube oder StudiVZ, die pünktlich zur Bundestagswahl ihr Angebot erweitert haben. Mehr als jeder fünfte Bundesbürger informiert sich hier über politische Themen.
"Diese Entwicklung erfordert von der Politik auch in Deutschland eine mehrdimensionale Kommunikation", kommentierte Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer die Umfrage-Ergebnisse. "Die
direkte Wähleransprache über das Web muss darin eine wichtige Position haben." Seit Montag verfolgt die SPD genau diesen Weg.
Mit dem so genannten Wahlwürfel verzahnt sie den Online- mit dem Straßenwahlkampf.







