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„Mauersplitter“ – Dokumente einer Revolution

Gero Fischer • 10. August 2009

Foto: Pixelio/Thomas Nestke
Foto: Pixelio/Thomas Nestke

Die Dokumentation will bekannte wie vergessene Dokumente dieser Zeit in Erinnerung rufen: ein akustisches Mosaik aus unkommentierten Originaltönen und Textzitaten, die - nie länger als eine Minute - zum Reflektieren und Weiterdenken einladen sollen. Die Reihe startet mit dem Datum des Mauerbaus am 13. August und endet am 18. März 2010 mit dem Tag der ersten freien Wahlen in der DDR. Präsentiert wird dabei ausschließlich unkommentiertes Originalmaterial, jeweils um 7.28 Uhr, 14.28 Uhr und 23.55 Uhr.

Erarbeitet wurde "Mauersplitter" in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung. Dabei dienten nicht nur die Archive des Deutschlandradios als Quelle, recherchiert wurde auch in der Birthler-Behörde. Die Vorsitzende der Behörde, Marianne Birthler, begrüßt die Wiedergabe der O-Töne, da es Ereignisse gebe, die man verschriftlich gar nicht wiedergeben könne. Die mechanische, trockene Sprache der Diktatur, wie sie beispielsweise bei Prozessmitschnitte zu Ausdruck kommt, sei gruselig, so Birthler. Dagegen kämen bei O-Tönen von Dissidenten Hoffnung und Zögern gleichzeitig zum Ausdruck. Durch die intensive Berichterstattung zum Thema der friedlichen Revolution verspricht sich Birthler eine andere Sichtweise auf die Ereignisse: "Mit Ende dieses Jahres werden sich die Bilder vom Herbst 1989 in ihrer Bedeutung für viele verändert haben."

Weitere Informationen zu den Sendungen und Sendezeiten im Schwerpunkt "20 Jahre Mauerfall" des Deutschlandradio unter: www.dradio.de

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