Grundlegende Arbeits- und Menschenrechte werden missachtet, auch bei uns. Berechtigte Forderungen der Arbeiter/innen - im Einzelhandel, in der Produktion hierzulande sowie in
Entwicklungsländern - nach menschenwürdigen Arbeitsbedingungen und Existenz sichernden Löhnen werden abgewiegelt. Niedriglöhne und Minijobs für Beschäftigte im Einzelhandel bedeuten für viele,
arm sein trotz Arbeit. Extremer Leistungsdruck und Bespitzelung sind ebenfalls keine Seltenheit.
Gilbert Bermudez, Gewerkschaftsvertreter aus Costa Rica schildert:
Bei Arbeitstagen von bis zu zwölf stunden erhalten die wenigsten Arbeiter/innen auf den Ananasplantagen den gesetzlichen Mindestlohn. sie werden
unter Druck gesetzt, sich nicht gewerkschaftlich zu organisieren.
Suma Sarker aus Bangladesch berichtet:
Die Näherinnen müssen für monatlich 18-24 Euro meist sieben Tage die Woche arbeiten. Wer krank wird und nicht zur Arbeit erscheint, hat keine mehr. Sie werden geschlagen, beschimpft. Es
herrscht die blanke Angst, denn trotz dieser Bedingungen will niemand den Job verlieren.
Der eigentliche ruinöse Preiskampf findet auf der Einkaufsseite statt. Wer am besten seine Lieferanten im Preis drückt, wer Meister im Abwälzen von Kosten und Risiken auf Lieferanten ist,
der hat die Nase vorn im Konkurrenzkampf. Da unterscheiden sich Edeka nicht von Aldi oder Norma, Rewe und Metro sich nicht von Lidl, zumal Edeka mit Netto und Rewe mit Penny selbst über
Discounter verfügen.
Aus diesem Grund hat sich die Supermarkt-Initiative gegründet. Ein Bündnis von 20 Organisationen aus dem Gewerkschafts-, Entwicklungs-, Umwelt- und Landwirtschaftsbereich - fordert eine
drastische Änderung der Einkaufspraktiken der Supermärkte, die Begrenzung des Missbrauchs der Einkaufsmacht und die Einhaltung sozialer und ökologischer Mindeststandards in der gesamten
Lieferkette.
Sie tritt für gute Arbeit weltweit ein, einschließlich betrieblicher Mitbestimmungsrechte der Arbeitnehmer/innen und starker, unabhängiger Gewerkschaften. Die Initiative fordert, dass der Einkauf fair, umweltgerecht und sozial sein muss.
Wer diese Forderungen teilt, kann die Initiative auf der Webseite www.unfairen-einkauf-stoppen.de unterstützen, die an die fünf größten Supermarktketten - Edeka, Rewe, Aldi, Lidl und Metro - gerichtet ist!







