Artikel (Archiv) > Gesundheitsfonds als Sicherheitsschirm

Hauptinhalt

Artikel (Archiv)

Übersicht

Icon   Schmidt für Bürgerversicherung

Gesundheitsfonds als Sicherheitsschirm

Vera Rosigkeit • 13. July 2009

SPD-Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt  / Foto: Dirk Bleicker
SPD-Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt / Foto: Dirk Bleicker

Laut Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt gibt es derzeit keinen Grund, über das Anheben von Zusatzbeiträgen zur gesetzlichen Krankenversicherung oder über Leistungskürzungen zu reden. In der "Welt" sagte Schmidt am Montag: "Die Kassen erzählen seit Jahren, dass sie zu wenig Geld hätten." Dabei hätten sie im vergangenen Jahr einen Überschuss von 1,4 Milliarden und im ersten Vierteljahr 2009 über eine Milliarde Euro erzielt. Auch kritisierte Schmidt die Verbände, weil sie keine Vorschläge machten, wie man "das Gesundheitswesen so organisieren könnte, dass das Geld reicht".

11,8 Milliarden Euro im Gesundheitsfonds
Auf die Frage, wie sich der Kassenbeitrag entwickeln wird, antwortete Schmidt: " Wenn nächstes Jahr tatsächlich 450000 Menschen mehr Arbeitslosengeld II bekommen würden, dann hätten die Krankenkassen viel weniger Geld." Gleichzeitig räumte die Ministerin ein, dass im kommenden Jahr mit insgesamt 11,8 Milliarden Euro 1,5 Milliarden Euro mehr Steuergeld im Fonds seien.

Bürgerversicherung für mehr Solidarität
Viele Probleme im Gesundheitsbereich könnten laut Schmidt mit der Bürgerversicherung behoben werden. Sie würde langfristig eine gute Versorgung sichern "und damit eine so wichtige materielle Voraussetzung für persönliche Freiheit", erklärte Schmidt im "vorwärts": "Die Grundlage für die Finanzierung der gesundheitlichen Leistungen würde breiter, die Bezahlbarkeit sicherer, die Leistungen insgesamt würden gerechter aufgebracht, weil alle sich gleichermaßen beteiligen."

Die Chancen für eine Bürgerversicherung hingen jedoch von den Mehrheiten nach der Bundestagswahl ab, so Schmidt: "Gibt es eine konservative Mehrheit, geht es in Richtung Privatisierung der Gesundheitsversorgung. Gibt es eine sozialdemokratisch geführte Mehrheit, geht es in Richtung mehr Solidarität. Das heißt: Jeder und jede beteiligt sich nach seiner Leistungsfähigkeit an der Finanzierung der Gesundheitsversorgung."

Inhalt rechte Spalte

 

Hauptinhalt 2

Buchtipp

Econ Verlag

Icon Rezension; Rudolf Hickel: „Zerschlagt die Banken"

„Zerschlagt die Banken"

Icon Rezension; Hans-Christian Jasch: „Staatssekretär Wilhelm Stuckart und die Judenpolitik"

Massenmord, geplant von Beamten

Icon Kathrin Hartmann: "Wir müssen leider draußen bleiben"

Von der Politik über den Tisch gezogen

Icon Rezension; Alexander Dill: „Gemeinsam sind wir reich"

Mehr Sozialkapital

Interview

Eren Güvercin

Icon Eren Güvercin im Interview

„Ich habe nie ein Identitätsproblem gehabt“

Icon Interview mit Frank Mentrup

Lust auf den Wechsel

Icon Interview mit dem Deutsch-Iraner Omid Pouryousefi

"Viele haben die Nase voll"

Icon Interview mit Katja Kullmann

„Dann ist da diese andere europäische, große Idee, die wir Sozialdemokratie nennen“

Veranstaltung

vorwärts-Fest in Bayern

Icon vorwärts-Fest

„Der Wandel in Bayern hat angefangen!“

Icon Buchvorstellung

Naziverbrecher ohne Reue

Icon Fotoausstellung im Willy-Brandt-Haus

Das kulturelle Gesicht Afghanistans

Icon Bildungspolitik

Gleiche Chancen für alle?

Kolumne

Icon Willst du mit mit (wählen) gehen?

Das Allerletzte von Martin Kaysh

Icon Notiert von Uwe Knüpfer

Berliner Tagebuch

Icon Abzug aus Afghanistan

Global gedacht von Rafael Seligmann

Icon Notiert von Uwe Knüpfer

Berliner Tagebuch

Filmtipp

 „Genug der Farce“, sagt sich Monsieur Demanet.

Icon Film der Woche: Kill me please

Selbstmord inklusive

Icon Film der Woche: Die Vermissten

Mit dem Rücken zum Nichts

Icon Film der Woche: Medianeras

Wir sind die Stadt

Icon Film der Woche: Ufo In Her Eyes

„Ein ideologischer Schrottplatz“