Ein Sprecher der schwedischen Strahlenschutzbehörde SSM sagte am Mittwoch, seit Januar habe es 60 Vorfälle in den schwedischen Reaktoren von Vattenfall gegeben. Zwei davon hätten sich auf der höchsten Gefahrenstufe befunden. Die SSM will Vattenfall nun noch schärfer kontrollieren.
Im Jahr 2006 hatten es im von Vattenfall betrieben Kernkraftwerk im schwedischen Forsmark einen Generatorenausfall gegeben, der als ernst bewertet wurden. Seit dieser Zeit steht der Konzern wegen potentieller Sicherheitsmängel massiv in der Kritik.
Greenpeace: Vattenfall Betriebserlaubnis entziehen
Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace blockierten am Mittwoch erneut die Zufahrt zum AKW-Krümmel. Sie forderten, dem Betreiber Vattenfall die Betriebserlaubnis für Krümmel zu entziehen und den Reaktor stillzulegen.
"Die Zuverlässigkeit des Betreibers zählt im Atomgesetz zu den wichtigsten Genehmigungsvoraussetzungen für den Betrieb eines Atomkraftwerks. Ist die Zuverlässigkeit nicht mehr gegeben, kann die Betriebsgenehmigung widerrufen werden", sagte Greenpaece-Experte Mathias Edler. Soll Vattenfall den Entzug der Betriebsgenehmigung doch vor Gericht beklagen. Auf den Nachweis von Fachkunde und Zuverlässigkeit dieses Betreibers sind wir sehr gespann", sagte Edler.








