Artikel (Archiv) > SPD: Nazi-Gegner sind nicht verfassungsfeindlich

Hauptinhalt

Artikel (Archiv)

Übersicht

Icon   SPD-Dringlichkeitsantrag Aida-Ausschluss

SPD: Nazi-Gegner sind nicht verfassungsfeindlich

Martina Plötz • 08. May 2009

Foto: pixelio.de, alexander Hauk
Foto: pixelio.de, alexander Hauk

In dem Dringlichkeitsantrag fordert die SPD-Abgeordnete Helga Schmitt-Bussinger das Innenministerium auf, die Behauptung zu unterlassen, die Münchner Archivstelle stehe nicht auf dem Boden der freiheitlich demokratischen Grundordnung. Es gebe keinerlei nachvollziehbaren oder stichhaltigen Grund für diese Behauptung, so die Abgeordnete. Auch in dem 248 Seiten dicken Verfassungsschutzbericht 2008 werde der glaubhafte Nachweis der Verfassungsfeindlichkeit von Aida nicht geführt.

Verfassungsschutz konstruiert Zusammenhänge

"Die vom Landesamt für Verfassungsschutz im Verfassungsschutzbericht zusammengetragenen Erkenntnisse gegen Aida sind außerordentlich dünn. Hier werden Zusammenhänge konstruiert. Der Verfassungsschutz behilft sich mit Unterstellungen, weil er Konkretes gegen Aida nicht vorbringen kann", sagt Schmitt-Bussinger.

Schlimm sei jetzt aber, dass aufgrund der Behauptung des Verfassungsschutzes Aida aus dem Beratungsnetzwerk der Landeskoordinierungsstelle Bayern gegen Rechtsextremismus ausgeschlossen worden sei. Der Bayerische Jugendring, bei dem die Koordinierungsstelle angesiedelt ist, musste der Weisung des Kultusministeriums Folge leisten und Aida am 24. April offiziell aus dem Beratungsnetzwerk auszuschließen.

Aida sorgt für Hintergrundinformationen

Die Einrichtung der Landeskoordinierungsstelle erfolgte im Rahmen des Programms "Förderung von Beratungsnetzwerken - Mobile Intervention gegen Rechtsextremismus" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Bei der Landeskoordinierungsstelle hat sich ein Beratungsnetzwerk aus Institutionen, Organisationen und Experten gebildet.

Von Beginn an ist Aida Mitglied des Beratungsnetzwerkes gewesen und hat Beiträge zur aktuellen Entwicklung der rechten Strukturen in Bayern geliefert. Der Verein hat dabei die vor Ort tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Mobilen Interventionsteams der Landeskoordinierungsstelle mit Hintergrundinformationen über rechte Aktivitäten in den jeweiligen Landkreisen und Kommunen versorgt.

Inhalt rechte Spalte

 

Hauptinhalt 2

Buchtipp

Westend Verlag

Icon Rezension; Jürgen Roth: „Gazprom – Das unheimliche Imperium"

Putins unheimliches Imperium

Icon Rezension; Rudolf Hickel: „Zerschlagt die Banken"

„Zerschlagt die Banken"

Icon Rezension; Hans-Christian Jasch: „Staatssekretär Wilhelm Stuckart und die Judenpolitik"

Massenmord, geplant von Beamten

Icon Kathrin Hartmann: "Wir müssen leider draußen bleiben"

Von der Politik über den Tisch gezogen

Interview

Eren Güvercin

Icon Eren Güvercin im Interview

„Ich habe nie ein Identitätsproblem gehabt“

Icon Interview mit Frank Mentrup

Lust auf den Wechsel

Icon Interview mit dem Deutsch-Iraner Omid Pouryousefi

"Viele haben die Nase voll"

Icon Interview mit Katja Kullmann

„Dann ist da diese andere europäische, große Idee, die wir Sozialdemokratie nennen“

Veranstaltung

vorwärts-Fest in Bayern

Icon vorwärts-Fest

„Der Wandel in Bayern hat angefangen!“

Icon Buchvorstellung

Naziverbrecher ohne Reue

Icon Fotoausstellung im Willy-Brandt-Haus

Das kulturelle Gesicht Afghanistans

Icon Bildungspolitik

Gleiche Chancen für alle?

Kolumne

Icon Willst du mit mit (wählen) gehen?

Das Allerletzte von Martin Kaysh

Icon Notiert von Uwe Knüpfer

Berliner Tagebuch

Icon Abzug aus Afghanistan

Global gedacht von Rafael Seligmann

Icon Notiert von Uwe Knüpfer

Berliner Tagebuch

Filmtipp

Cengos (Abdullah Ado) Kindheit endet mit schmerzhaften Verlusterfahrungen.

Icon Film der Woche: Mes – Lauf!

Der stumme Schrei nach Leben

Icon Film der Woche: Kill me please

Selbstmord inklusive

Icon Film der Woche: Die Vermissten

Mit dem Rücken zum Nichts

Icon Film der Woche: Medianeras

Wir sind die Stadt