Die große Mehrheit der Bevölkerung stuft als Ursache für Erfolg bessere Ausgangsbedingungen und Beziehungen ein. Dass hohe Einkommen und Vermögen auf Begabung, Fleiß und Glück zurückzuführen
sind, wird mehrheitlich in Zweifel gezogen. Vielmehr wird ein ungerechtes Wirtschaftssystem und Unehrlichkeit als Grund für Wohlstand genannt. So die Ergebnisse einer Befragung des Frankfurter
Instituts für Wirtschaft, Arbeit und Kultur (IWAK).
Auch fanden die Forscher heraus, dass "je besser die Menschen gebildet sind, desto eher gehen sie von einem Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Reichtum aus."
Und, dass Angehörige der Arbeiterschicht, Arbeitslose und Ostdeutsche stärker zu strukturellen Erklärungsmustern neigen.
Ungleiche Wohnverhältnisse stießen auf wenig Kritik. Rund drei Viertel störe es nicht, so die Untersuchung, wenn Reiche besser wohnen und höhere Renten bekämen. "Dass Vermögende ihren
Kindern eine bessere Ausbildung finanzieren können, findet die Mehrheit hingegen ungerecht. Größeren politischen Einfluss und eine bessere medizinische Versorgung für Reiche findet nur etwa jeder
Zehnte akzeptabel."
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