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Steinmeiers Deutschland

Kai Doering • 13. March 2009

Was bewegt einen Autor, ein Buch zu schreiben? Die Antworten können vielfältig sein. Die von Außenminister und Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier lautet so: "Weil man nicht alles in Einsdreißig erklären kann." Er habe sich Zeit nehmen wollen eine Bilanz zu ziehen über die rot-grünen Regierungsjahre und einen Ausblick zu geben, was in der Zukunft wichtig wird. Sein Plädoyer: "Wir dürfen uns nicht nur mit uns selbst beschäftigen, sondern müssen bereit sein, von anderen zu lernen."

Doch das 230 Seiten starke Buch verspricht noch mehr. So will Steinmeier es verstanden wissen als Einladung an all diejenigen, die ihn näher kennenlernen möchten. "Wofür ich stehe" laute daher der Untertitel. Die rund 150 Zuhörer am vorwärts-Stand auf der Leipziger Buchmesse jedenfalls konnten sich ein gutes Bild des Außenministers machen. Locker plauderte er mit Chefredakteur Uwe-Karsten Heye über die Entstehung seines Buchs, staatsmännisch bezog er zu Fragen der Außenpolitik Stellung.

Zukünftiges und Historisches

Präsidial war es bereits zwei Stunden zuvor zugegangen. Gesine Schwan, Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin, sprach über ihr Buch "Woraus wir leben". "Wir kommen aus der derzeitigen Krise nur heraus, wenn wir gemeinsam handeln", sagte sie. Doch müssten auch die Ursache erforscht werden, damit sich Derartiges nicht wiederhole. "Wir sollten eine Diagnose anstellen, um welche Art der Krise es sich handelt: um eine rein wirtschaftliche oder um eine grundlegend kulturelle", so Schwan. Besonders setze sie dabei auf die junge Generation.

Diese war auch Mittelpunkt einer Debatte zwischen Autor Wolfgang Gründinger und SPD-Generalsekretär Hubertus Heil. "Aufstand der Jungen" lautet der Titel von Gründingers Buch, in dem er für einen neuen Generationenvertrag, für Solidarität und einen Dialog der Generationen plädiert.

Passend zum 20-jährigen Jubiläum des Mauerfalls hatte der Tag in Leipzig begonnen. Reinhard Höppner präsentierte sein Buch "Wunder muss man ausprobieren", in dem er episodenhaft Nachwendegeschichten erzählt. Der britische Historiker Frederick Taylor diskutierte mit Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse über den Bau der Berliner Mauer.

Das weitere Programm am vorwärts-Stand finden Sie hier.

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Buchtipp

Westend Verlag

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Putins unheimliches Imperium

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Von der Politik über den Tisch gezogen

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„Ich habe nie ein Identitätsproblem gehabt“

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„Dann ist da diese andere europäische, große Idee, die wir Sozialdemokratie nennen“

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„Der Wandel in Bayern hat angefangen!“

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Naziverbrecher ohne Reue

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Gleiche Chancen für alle?

Kolumne

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Das Allerletzte von Martin Kaysh

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Global gedacht von Rafael Seligmann

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Filmtipp

Cengos (Abdullah Ado) Kindheit endet mit schmerzhaften Verlusterfahrungen.

Icon Film der Woche: Mes – Lauf!

Der stumme Schrei nach Leben

Icon Film der Woche: Kill me please

Selbstmord inklusive

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Mit dem Rücken zum Nichts

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Wir sind die Stadt