Artikel (Archiv) > Bald 50 Prozent Strom aus Erneuerbaren

Hauptinhalt

Artikel (Archiv)

Übersicht

Icon   Regenerative Energien

Bald 50 Prozent Strom aus Erneuerbaren

Karsten Wiedemann • 29. January 2009

Foto: Agentur für Erneuerbare Energien
Foto: Agentur für Erneuerbare Energien

"Die Notwendigkeit zum Ausbau der Erneuerbaren Energien bleibt trotz der Finanzkrise erhalten", sagte der Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energien (BEE) Dietmar Schütz am Mittwoch in Berlin.

Nach Angaben des BEE und der Agentur für Erneuerbare Energien sollen in zehn Jahren 47 Prozent des verbrauchten Stroms aus regenerativen Quellen stammen. Dies entspricht einer Verdreifachung im Vergleich zu heute. Derzeit tragen die Erneuerbaren Energien 15 Prozent zur deutschen Stromversorgung bei.

"Die Windenergie ist der größte Produzent im Konzert der Erneuerbaren", sagte BEE-Präsident Dietmar Schütz. So sollen in zehn Jahren Windräder an Land 19 und auf See weitere sechs Prozent des Stroms liefern. Bioenergie wird mit neun, Photovoltaik mit sieben, Wasserkraft mit fünf sowie Geothermie mit einem Prozent veranschlagt. Gemeinsam sollen Erneuerbare Energien 2020 rund 278 Milliarden Kilowattstunden zur Stromproduktion beitragen.

Stromlücke flexibel schließen


Erreicht werden soll dies über Effizienzsteigerungen, das Erschließen neuer Potenziale sowie die Modernisierung veralteter Anlagen, so genanntes Repowering. Eine Unterversorgung mit Strom etwa bei Windstille oder bewölktem Himmel müsse niemand fürchten, so Schütz. "Die Bioenergie wird einen großen Beitrag zur Stromsicherheit leisten." So soll die Stromproduktion aus Biogas und Holzpellets in den kommenden zehn Jahren verdoppelt werden. Auch Pumpspeicherwasserkraftwerke sollen helfen, die Stromversorgung flexibel zu regulieren.

Auf diese Weise sollen konventionelle Kraftwerke langfristig überflüssig werden. "Die Versorgungssicherheits ist gewährleistet, wir brauchen keine neuen Kohlekraftwerke", betonte Schütz. Allerdings seien die politischen Rahmenbedingungen für den Erfolg der Erneuerbaren Energien entscheidend. Ihnen müsse weiterhin ein Vorrang eingeräumt werden, wie er im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgeschrieben ist. "Wer dennoch Sonderregelungen für Kohlekraftwerke schafft oder den Atomausstieg rückgängig machen will, zerstört die Investitionssicherheit in der Branche", so Schütz. Werde jedoch der eingeschlagene Kurs beibehalten, seien sogar bessere Ergebnisse möglich als prognostiziert.

Nachholbedarf bei der Wärme

Ein eine große Herausforderung neben dem Ausbau der Speichertechnik bleibt der Einsatz von Erneuerbaren Energien in der Wärmeproduktion, sie ist für 51 Prozent des gesamten Energieverbrauchs verantwortlich. Zwar gibt es seit Jahresanfang ein Erneuerbares-Wärmegesetz, allerdings erfasse dieses nur die Neubauten, kritisierte BEE-Präsident Schütz. "Der Neubau macht aber nur 20 Prozent aus, 80 Prozent sind Bestandsbauten."

Inhalt rechte Spalte

 

Hauptinhalt 2

Buchtipp

Econ Verlag

Icon Rezension; Rudolf Hickel: „Zerschlagt die Banken"

„Zerschlagt die Banken"

Icon Rezension; Hans-Christian Jasch: „Staatssekretär Wilhelm Stuckart und die Judenpolitik"

Massenmord, geplant von Beamten

Icon Kathrin Hartmann: "Wir müssen leider draußen bleiben"

Von der Politik über den Tisch gezogen

Icon Rezension; Alexander Dill: „Gemeinsam sind wir reich"

Mehr Sozialkapital

Interview

Eren Güvercin

Icon Eren Güvercin im Interview

„Ich habe nie ein Identitätsproblem gehabt“

Icon Interview mit Frank Mentrup

Lust auf den Wechsel

Icon Interview mit dem Deutsch-Iraner Omid Pouryousefi

"Viele haben die Nase voll"

Icon Interview mit Katja Kullmann

„Dann ist da diese andere europäische, große Idee, die wir Sozialdemokratie nennen“

Veranstaltung

vorwärts-Fest in Bayern

Icon vorwärts-Fest

„Der Wandel in Bayern hat angefangen!“

Icon Buchvorstellung

Naziverbrecher ohne Reue

Icon Fotoausstellung im Willy-Brandt-Haus

Das kulturelle Gesicht Afghanistans

Icon Bildungspolitik

Gleiche Chancen für alle?

Kolumne

Icon Willst du mit mit (wählen) gehen?

Das Allerletzte von Martin Kaysh

Icon Notiert von Uwe Knüpfer

Berliner Tagebuch

Icon Abzug aus Afghanistan

Global gedacht von Rafael Seligmann

Icon Notiert von Uwe Knüpfer

Berliner Tagebuch

Filmtipp

 „Genug der Farce“, sagt sich Monsieur Demanet.

Icon Film der Woche: Kill me please

Selbstmord inklusive

Icon Film der Woche: Die Vermissten

Mit dem Rücken zum Nichts

Icon Film der Woche: Medianeras

Wir sind die Stadt

Icon Film der Woche: Ufo In Her Eyes

„Ein ideologischer Schrottplatz“