"Güter gehören auf die Schiene und nicht vermehrt auf die Straße", sagte der Sprecher der Betriebsgruppe, Harald Quirder. "Die Einführung von Gigalinern wird eine weitere Verlagerung von
Gütertransporten von der umweltfreundlichen Schiene auf die Straße zur Folge haben", fürchtet er. Um die bis zu 60 Tonnen schweren und 25 Meter langen Megatrucks über Europas Straßen fahren zu
lassen, müssten 45 Milliarden Euro Steuergelder in neue Brücken investiert werden. "Ganz zu schweigen von den Unsummen, die dann jährlich für die Instandsetzung und Unterhaltung unserer Straßen
zusätzlich benötigt würden."
Dieses Geld in den Ausbau des europäischen Schienennetzes zu investieren, sei wesentlich zukunftsträchtiger und angesichts der drohenden Klimakatastrophe sinnvoller, so die
AfA-Betriebsgruppe. "Wir fordern die Bundesregierung und die Europaabgeordneten auf, sich in Brüssel gegen die Einführung dieser Monster und für eine weitere Stärkung der Schieneninfrastruktur
einzusetzen", sagt Sprecher Quirder.
Auf offene Ohren für ihr Anliegen traf die Betriebsgruppe bei ihren Gästen, der Bundestagsabgeordneten Gabriele Hiller-Ohm (SPD) und den Wirtschaftsfachleuten der SPD-Landtagsfraktion
Anette Lanner, Regina Poersch, Bernd Schröder, Wolfgang Baasch und Thomas Rother. Mit ihnen diskutierte sie auch über die Entwicklung des Güterverkehrs in der Region sowie über die Sanierung von
Bahnhöfen.







