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„Wer das Ziel nicht kennt, wird den Weg nicht finden“

Julia Stahl • 21. January 2009

Franz Müntefering beim Zentralverband des Deutschen Handwerks, Foto:Julia Stahl
Franz Müntefering beim Zentralverband des Deutschen Handwerks, Foto:Julia Stahl

In Zeiten von Finanzkrise, einer umgekehrten Alterspyramide und lauten Rufen nach einer Bildungspolitik, die Deutschland wettbewerbsfähiger machen soll, fordert Franz Müntefering Chancengerechtigkeit, denn "das ist die zentrale Vorrausetzung für Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit." Beim Zukunftsforum des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks in Berlin formuliert er seine Vorstellungen einer generationengerechten Politik.

Der SPD-Chef plädiert für "eine Debatte über Erziehung, also den vernünftigen Umgang untereinander. Das täte Deutschland gut." Bildung sei ein Menschrecht, auf das jeder Anspruch hätte. "Wichtig ist, die Kinder von Anfang an zu fördern. Alle, auch diejenigen, die eine schlechtere Ausgangslage habe, müssen die gleichen Chancen haben."

"Billig können andere besser."
Die Wettbewerbsfähigkeit Deutschland sei auch von der die Qualität der Ausbildung und Forschung abhängig. "Deutschland muss ein Hochleistungsland bleiben." Billig könnten andere besser, Deutschland müsse mit Qualität überzeugen. Investitionen in Weiterbildung und Forschung seien ein wichtiger Faktor für einen fairen Gesellschaftsentwurf.

Außerdem sprach sich Müntefering für eine stärkere Identifikation mit dem vereinten Europa aus. "Wohlstand erklärt sich nicht aus Deutschland alleine heraus. Wir müssen an der europäischen Idee festhalten, wenn wir Nachhaltigkeit für Deutschland fordern."

Um die Finanzkrise zu überwinden, müsse man welt- und europaweit Systeme installieren, um in Zukunft bessere Einflussmöglichkeiten zu haben, so der SPD-Parteivorsitzende. "Das Primat der Politik muss gewährleistet sein, sonst werden die Menschen fragen - wozu Demokratie?"

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