Für SPD-Bundesgeschäftsführer Kajo Wasserhövel ist es der vierte Bundestagswahlkampf. Sowohl 1998 als auch 2003 war er dabei und schon 2005 leitete er die Kampagne. Am Mittwoch stellte er im Willy-Brandt-Haus die neue Webpräsenz der SPD vor, die am Donnerstag ab 13 Uhr unter spd.de erscheint. Mit einem frischen Hellblau und einem eckigen Würfel als CD, der "die Ecken und Kanten der SPD als Partei symbolisiere, so Wasserhövel. "Anpacken. Für unser Land.", so die "richtige Botschaft, mit der man sich von der Union unterscheide".
Nicht nur für Mitglieder
Mit der Kampagnenplattform will sich die SPD aber nicht nur an ihre Mitglieder wenden. Über Aktivitäten im Netz will sie zum Gespräch anregen und motivieren, zur Wahl zu gehen. SPD-Mitglieder können sich weiterhin über meinespd.net vernetzen. Ein Angebot an Dienstleistungen soll die Gliederungen vor Ort in ihrem Wahlkampf unterstützen. "Das Internet bietet eine gute Arbeitsumgebung für Kampagnen", so Wasserhövel. Auch ein Spendenaufruf ist vorgesehen.
Mobilisieren über einen langen Zeitraum
Wasserhövel ist optimistisch. Der Wahlkampf 2009 werde über eine gute Kampagne, über die Führungsspitze und nicht zuletzt über Inhalte entschieden, ist er überzeugt. Dabei werden Antworten der Parteien auf aktuelle politische Fragen wie die Bewältigung der Finanzkrise und zukünftige Regeln für eine Globalisierung von großer Bedeutung sein. Sie verweisen auf Kompetenz und Glaubwürdigkeit, so der Bundesgeschäftsführer.
Bei einem direkten Vergleich mit der beispielhaft erfolgreichen Internet-Kampagne des neuen US-Präsidenten Barack Obama ist Wasserhövel jedoch vorsichtig. Man soll Partizipationsversprechen nur aussprechen, wenn man sie auch halten kann, erklärte er. Und ob eine Online-Kampagne zu einer politischen Bewegung werde, ließe sich nicht steuern. Das sei abhängig davon, wie viele Anhänger das Medium nutzen, um viele und eigene Aktivitäten starten. Erfolgreich sei die Kampagnen erst, so Wasserhövel, "wenn Frank-Walter Steinmeier Bundeskanzler ist".
Erstes Feedback - was Blogger sagen:
http://lumma.de/2009/01/07/spdde-relaunch-online-als-herzstuck-der-kampagne/
Der Relaunch ist auf alle Fälle optisch schon mal ein Ausrufezeichen für den Wahlkampf, auch wenn da durchaus noch Platz für partizipatorische Elemente vorhanden ist und die Mobilisierung der Mitglieder und Unterstützer sicherlich noch eine spannende Herausforderung werden wird.
http://www.alexander-sempf.net/?p=622
Vollkommen anders im Vergleich zum bisherigen Design von SPD.de <http://www.spd.de/> als auch im Vergleich zu anderen Parteiseiten. Aber es sieht nicht nur anders aus, sondern meiner
Meinung nach durchaus auch sehr vielversprechend (man muss sich vielleicht nur ein wenig daran gewöhnen…).
http://www.hansjoerg-schmidt.de/mywp/2009/01/08/relaunch-von-spdde/
Insgesamt setzt die SPD aber im Vergleich zu den anderen Parteien Online ein klares Ausrufezeichen. Dies ist ein sehr selbstbewusster Auftritt und es freut mich, dass die SPD nun einen Gang
höher schaltet.
http://meedia.de/nc/details/article/spd-setzt-auf-online-im-wahlkampf_100015071.html
Wie wichtig das Internet im Wahlkampf war, belegen empirische Studien. Rund 42 Prozent der Amerikaner im Alter von 18 bis 29 Jahren informierten sich laut der Forschungsergebnisse des
Institut Pew Research primär im Internet.







