Artikel (Archiv) > Ein Tag Wahlkampf mit Thorsten Schäfer-Gümbel

Hauptinhalt

Artikel (Archiv)

Übersicht

Icon   Inland

Ein Tag Wahlkampf mit Thorsten Schäfer-Gümbel

Timon Gremmels • 21. December 2008

Thorsten Schäfer-Gümberl und Jusos auf dem Weihnachtsmarkt
Thorsten Schäfer-Gümberl und Jusos auf dem Weihnachtsmarkt

Also geht es jeden Morgen von seiner oberhessischen Heimat Lich-Birklar in eine andere Region Hessen. Heute fährt ihn Juso Jens-Christoph Pieper, Gottschalks Wettkönig, der deutsche Autobahnen an kurzen Filmsequenzen erkennen konnte, in die Region Kassel.

Ahle Worscht bei Schwiegermuttern

Und weil von Staus ausnahmsweise Mal keine Spur ist, klingelt Schäfer-Gümbel kurz bei seiner Schwiegermutter in Grebenstein durch und kündigt sich und seinen Tross zum spontanen Frühstück an. Da nach guter hausgemachter Ahler Worscht und netten Familiengeschichten noch immer etwas Zeit ist, geht es schnell zum örtlichen Friseur zum Haare schneiden. Unkompliziert und spontan.

Klares Bekenntnis zum Flughafenausbau

Frisch frisiert und gut gestärkt geht es wenige Kilometer weiter zum ersten offiziellen Termin des Tages, zum Flugplatz Kassel-Calden. Um dessen Zukunft gab es in Nordhessen nach der Vorlage des rot-grünen Koalitionsvertrags Irritationen. Schäfer-Gümbel stellt vor Medienvertretern, Unternehmern und Kommunalpolitikern klar, dass auch unter rot-grün Kassel-Calden eine echte Chance gehabt hätte zum Regionalflughafen ausgebaut zu werden. Das sei aber inzwischen Geschichte. Jetzt gelte wieder SPD-Programmatik pur und damit das eindeutige Bekenntnis zu dieser für ganz Nordhessen wichtige Infrastruktureinrichtung.

Solarregion Nordhessen als Jobmotor

Die zweite Station dieses Tages ist die ehemalige Pommern-Kaserne in Wolfhaben, die zum Berufsschulzentrum umgebaut wird. Die ehemalige Panzerhalle hat schon Deutschlands größte gebäudeintegrierte Solaranlage erhalten. Demnächst kommen darunter Klassenräume. Mit dem hier produzierten Strom könnten bis zu 35 Einfamilienhäuser versorgt werden. SPD-Landrat Udo Schlitzberger erläutert Schäfer-Gümbel, dass an diesem Ort ein Schwerpunkt in der Ausbildung im Bereich der Erneuerbaren Energien liegen soll. Nordhessen will sein Image als Solarregion stärken. Bis 2020 können bis zu 20.000 neue Jobs allein in diesem Bereich entstehen hat unlängst eine Studie der Universität Kassel prognostiziert. 50 davon sind dieses Jahr bereits wenige Meter weiter bei der Firma Energy-Glas, die Schäfer-Gümbel anschließend besucht, geschaffen worden. "Moderne Bildungspolitik, Erneuerbare Energien und neue Arbeitsplätze: Dieser Ort ist die Kurzfassung unseres Wahlprogramms", freut sich TSG.

Für alle Spitzenpolitiker, die in der Region Kassel unterwegs sind, ist ein Besuch bei SMA in Niestetal Pflichtprogramm. Das Vorzeigeunternehmen ist Weltmarktführer für Wechselrichter, die den von Photovoltaikanlagen produzierten Strom in den netzüblichen Wechselstrom umwandeln. Über 2.600 Arbeitsplätze sind hier entstanden und es werden täglich mehr. "Die Solarregion Nordhessen ist trotz der Blockaden der CDU-Landesregierung auf einem guten Weg. Wenn wir in dieser Region innovative Unternehmen haben, muss auch das Land Hessen alles unternehmen, um sehr schnell vom 13. Platz der Bundesländer ins obere Mittelfeld bei der Produktion Erneuerbarer Energien zu kommen", formuliert Schäfer-Gümbel beim anschließenden Redaktionsgespräch der örtlichen Zeitung sein Ziel.

Weihnachtsmarktbesuch mit spontaner Ansprache

Abschluss des Tages in der Region ist ein Besuch des Kasseler-Weihnachtsmarkts mit Glühwein und Bartwurst. Der Andrang ist riesig. Viele Menschen wollen den Herausforderer Roland Kochs persönlich kennenlernen, lassen sich Autogramme geben und möchten gemeinsame Fotos mit dem Hoffnungsträger der hessischen SPD. Obwohl eigentlich nur ein gemütlicher Bummel über den Markt vorgesehen war, wollen die Menschen ein paar Worte von Schäfer-Gümbel hören. Der schnappt sich ein Mikrophon und macht in kurzen Worten deutlich, um was es am 18. Januar geht: Weiter wie bisher, oder einen echten Politikwechsel; nicht aber ohne den Zuhörern auch ein besinnliches Weihnachtfest zu wünschen. Für TSG selbst sind bis dahin noch einige Touren durch Hessen zu absolvieren. Wie etwa am nächsten Morgen ein Besuch in Limburg-Weilburg. Daher geht es nach dem Weihnachtsmarktbesuch direkt auf den Heimweg. Die Genossen am Bratwurststand sind angenehm überrascht von dem kompetenten und konzilianten Auftritt des neuen Spitzenkandidaten. Ein echter Motivationsschub für die nächsten 30 Wahlkampftage bis zum 18. Januar.

Inhalt rechte Spalte

 

Hauptinhalt 2

Buchtipp

Econ Verlag

Icon Rezension; Rudolf Hickel: „Zerschlagt die Banken"

„Zerschlagt die Banken"

Icon Rezension; Hans-Christian Jasch: „Staatssekretär Wilhelm Stuckart und die Judenpolitik"

Massenmord, geplant von Beamten

Icon Kathrin Hartmann: "Wir müssen leider draußen bleiben"

Von der Politik über den Tisch gezogen

Icon Rezension; Alexander Dill: „Gemeinsam sind wir reich"

Mehr Sozialkapital

Interview

Eren Güvercin

Icon Eren Güvercin im Interview

„Ich habe nie ein Identitätsproblem gehabt“

Icon Interview mit Frank Mentrup

Lust auf den Wechsel

Icon Interview mit dem Deutsch-Iraner Omid Pouryousefi

"Viele haben die Nase voll"

Icon Interview mit Katja Kullmann

„Dann ist da diese andere europäische, große Idee, die wir Sozialdemokratie nennen“

Veranstaltung

vorwärts-Fest in Bayern

Icon vorwärts-Fest

„Der Wandel in Bayern hat angefangen!“

Icon Buchvorstellung

Naziverbrecher ohne Reue

Icon Fotoausstellung im Willy-Brandt-Haus

Das kulturelle Gesicht Afghanistans

Icon Bildungspolitik

Gleiche Chancen für alle?

Kolumne

Icon Willst du mit mit (wählen) gehen?

Das Allerletzte von Martin Kaysh

Icon Notiert von Uwe Knüpfer

Berliner Tagebuch

Icon Abzug aus Afghanistan

Global gedacht von Rafael Seligmann

Icon Notiert von Uwe Knüpfer

Berliner Tagebuch

Filmtipp

 „Genug der Farce“, sagt sich Monsieur Demanet.

Icon Film der Woche: Kill me please

Selbstmord inklusive

Icon Film der Woche: Die Vermissten

Mit dem Rücken zum Nichts

Icon Film der Woche: Medianeras

Wir sind die Stadt

Icon Film der Woche: Ufo In Her Eyes

„Ein ideologischer Schrottplatz“