"Dieser Mehrbetrag von 850 Millionen Euro reiht sich ein in die Erhöhungen der vergangenen Jahre und ist ein Schritt in die richtige Richtung", ist Ertan überzeugt. Als gute Maßnahme sehen die
Jusos hier insbesondere das von der SPD-Bundestagsfraktion eingebrachte Innovations- und Investitionsprogramm Bildung und Forschung. Dafür sollen im kommenden Haushalt 200 Millionen Euro zur
Verfügung gestellt werden. "Dieser Investitionsschwerpunkt liegt aber hauptsächlich im Bereich der Forschung während der Bildungsbereich in hohem Maße vernachlässigt wird", kritisiert Ertan. "Wir
fordern hier deutlichere Zeichen wie auch mehr Mittel für die Verbesserung der Lehre, weiteren Druck zur Schaffung von Studienplätzen und ein Programm zur Erhöhung der Studierquote."
Der Wissenschaftsrat habe im Juli allein für die Verbesserung der Lehre eine Aufstockung des Etats um 1,1 Milliarden Euro gefordert. "Um zusätzliche Studienplätze zu schaffen und den
Nachholbedarf in der Breite der Forschungslandschaft abzudecken, reicht die Erhöhung nicht aus, sondern hätte viel deutlicher ausfallen müssen", erklärt der Juso-Sprecher.
Außerdem seien weitere Studienplätze bis heute nicht flächendeckend geschaffen worden wie es im Hochschulpakt geplante war. Diese müssen nötigenfalls mit Sanktionsmaßnahmen weiter
eingefordert werden. Auch für das BAföG fordert Ertan Verbesserungen. Zwar seien hier "zum Oktober diesen Jahres die Bedarfsätze und die Beträge erhöht, diese sind jedoch noch immer nicht an die
bedarfsgerechte Finanzierung von Studierenden gekoppelt, womit die Fortschritte in wenigen Jahren durch die Inflation bereinigt sein werden."







