Am Ende konnte es nur einen geben. Die Uhr im Sitzungssaal des Rathauses Kreuzberg zeigte 20:14 als die wochenlange Spannung großem Applaus wich und das Ergebnis der Mitgliederbefragung
bekannt gegeben wurde. Mit 257 der 453 abgegebenen Stimmen erhielt Björn Böhning auf Anhieb die erforderliche absolute Mehrheit. Seine Mitbewerber Harald Georgii und Ahmed Iydirli kamen auf 115
bzw. 71 Stimmen.
In seiner Dankesrede kündigte Björn Böhning an, einen "offensiven und engagierten Wahlkampf" führen zu wollen. Und mit Blick auf den wohl stärksten Konkurrenten bei der Bundestagswahl,
Hans-Christian Ströbele, ergänzte er: "Dieser Wahlkreis ist vielfältiger, als die Grünen es je sein werden."
Partei als Gewinner
Böhnings Mitbewerber zeigten sich als faire Verlierer. "Wir haben uns gegenseitig zugehört und gelernt", unterstrich Harald Georgii und rief die Partei dazu auf, sich nun einmütig hinter
den SPD-Kandidaten zu stellen. "Wir werden gemeinsam Wahlkampf führen", versprach Ahmed Iydirli.
Bei insgesamt sechs Diskussionsveranstaltungen hatten die Mitglieder des Kreisverbands Friedrichshain-Kreuzberg die Gelegenheit gehabt, den drei Bewerbern Fragen zu stellen und sie kennen
zu lernen. Anschließend konnten sie ihren Favoriten wählen. "Wir sind mit dem Verlauf unserer Befragung außerordentlich zufrieden", sagte der Kreisvorsitzende Jan Stöß. Viele langjährige
Mitglieder seien seit langem wieder zu Parteiveranstaltungen gekommen, über hundert neu eingetreten. "Gewonnen hat am Ende nicht nur der Kandidat, sondern die ganze Partei."







