In einer Siegesrede wandte sich der künftige US-Präsident Barack Obama kurz nach der Entscheidung an seine Anhänger: "Der Wandel kommt nach Amerika", sagte er vor hundertttausend jubelnden Menschen in Chicago: "Wenn noch irgendjemand daran zweifelt, dass Amerika ein Land ist, in dem alles möglich ist - der bekommt den heutigen Abend als Antwort."
Die Wahl habe bewiesen, dass es über alle sozialen und ethnischen Grenzen hinweg die Vereinigten Staaten von Amerika gebe. Sie sei auch ein "Beweis der Macht der Demokratie". Der 47-jährige Obama verschwieg jedoch nicht die Herausforderungen, vor denen die USA stehe. Das Land befinde sich in zwei Kriegen und in einer schweren Finanzkrise.
Entscheidend für den Sieg Obamas waren Erfolge in den Bundesstaaten, den sogenannten "Swing States", die traditionell zwischen Demokraten und Republikanernn umkämpft sind.
Wie in Chicago gab es im ganzen Land große Jubelfeiern. Auch in New York und Washington kamen tausende Menschen zusammen, um den Sieg Obamas zu feiern. Am 15. Dezember wird Obama vom Wahlmänner-Kollegium offiziell zum Präsidenten gewählt. Er wird damit der erste schwarze Staats- und Regierungschef der USA. Zusammen mit seinem designierten Vizepräsident Joe Biden wird er am 20. Januar 2009 in Washington den Amtseid ablegen. Damit endet die achtjährige Regierungszeit des Republikaners George W. Bush.
Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier gratulierte Obama zu seinem "großartigen Wahlsieg". Er sei mit Obama einig, die transatlantische Partnerschaft wieder mit neuem Leben zu füllen. Wichtige Themen könnten Klimaschutz, Energiesicherheit und Abrüstung sein. "Ich habe Barack Obama als einen Mann kennengelernt, der Schwierigkeiten überwindet, der zusammenführt, der zuhören kann und der am Ende sehr besonnen, sehr souverän und sehr überlegt handeln kann", sagre der SPD-Kanzlerkandidat.







