Der Gesundheitsfonds kommt. SPD-Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt kündigte am Freitag im ARD-Morgenmagazin an, dass am ersten November jede Kasse wisse, wie viel Geld sie im kommenden Jahr erhalten wird. "Es wird zum ersten Mal so sein, dass dort wo viele kranke Menschen versichert sind, wo mehr Geld gebraucht wird, um eine gute Versorgung zu haben, auch mehr Geld fließt als in die Kassen, wo viele junge und gesunde Menschen versichert sind", sagte sie im Interview. Schmidt versicherte, dass der ab 2009 geplante einheitliche Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung bei "deutlich unter 16 Prozent" liegen werde. Wie hoch genau der Beitragssatz sein werde, könne sie aber noch nicht sagen. Das hänge zunächst von den Einnahmeerwartungen ab. "Wir müssen wissen, wie viel Beschäftigung wir haben und wie die Lohnerhöhungen sein werden", erklärte sie. Sicher sei, dass im kommenden Jahr 1,5 Milliarden Euro aus Steuermitteln in die Kassen fließen werden. Gleichzeitig gebe es jedoch auch mehr Ausgaben für eine bessere Honorierung der Ärzte und einen Mehrbedarf der Krankenhäuser. Ziel sei, dass mit den Einnahmen die gesamten Ausgaben um 100 Prozent abgedeckt würden. Schmidt: "Wir müssen auch was tun, um die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten zu verbessern und sie angemessen honorieren für die schwere Arbeit die sich machen."







