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Blaumann sucht Fehler

Sabine Balk • 04. November 2011

Foto: Sabine Balk
Foto: Sabine Balk

In den ersten beiden Ausbildungsjahren habe ich immer zusammen mit einem Gesellen gearbeitet. Seit dem dritten Lehrjahr warte und repariere ich die Autos selbstständig. Morgens teilt der Meister uns unsere Aufgaben zu. Jeder bekommt dann ein Auto, an dem er arbeitet.

Meistens sind wir mit Inspektionen beschäftigt. Dabei arbeiten wir einen Wartungsplan ab: Funktionieren die Bremsen, Scheibenwischer, Beleuchtung und Elektrik des Autos einwandfrei? In welchem Zustand sind Reifen, Motor und Abgasanlage? Meist wird dann noch Motoröl und bei Bedarf Bremsflüssigkeit gewechselt. Je nach Aufwand dauert das eine Dreiviertelstunde bis eineinhalb Stunden. Neben den Inspektionen ist eine unserer Hauptaufgaben die Fehlersuche. Das läuft in der Regel so: Ein Kunde kommt zu uns, weil etwas nicht funktioniert. Das Auto verliert vielleicht Kühlwasser oder im Display leuchtet ein Warnlicht. Die Ursache zu finden, ist manchmal ganz schön knifflig. Das macht aber auch am meisten Spaß. Bisher habe ich noch jeden Fehler gefunden, notfalls mit Hilfe eines Kollegen.

Die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker ist sehr hart. Darin wurden ja zwei Lehrberufe, der Mechaniker und der Kfz-Elektriker, zusammengelegt. Als Mechatroniker braucht man sowohl gute handwerkliche Fähigkeiten als auch ein technisch-elektrisches Verständnis mit viel Theoriewissen. Mir hat die Praxis immer mehr Spaß gemacht.

Meine Arbeitskleidung ist eine Art Blaumann - Latzhose und Jacke - was Sinn macht, da man sich ja ständig mit Öl und Schmutz dreckig macht.
Jeder von uns rund 30 Werkstatt­mitarbeitern bekommt vom Arbeitgeber seine eigene Arbeitskleidung mit dem Namen darauf. Außerdem haben meine Kollegen und ich alle unsere eigene Werkzeugkiste mit Schraubenschlüssel, Zangen, Hammer und allem anderen, was man halt so braucht.

Manche Leute stört , dass man in unserem Beruf meist schwarze Hände hat. Mir macht das aber gar nichts aus, sonst hätte ich nicht Mechatroniker werden dürfen.

Aufgezeichnet von Sabine Balk

Kfz-Mechatroniker Felix Sommer 20 Jahre, lebt in Frankfurt am Main Ausbildung: 3,5 Jahre zum Kfz-Mechatroniker Status: Angestellter eines Autohauses mit Werkstatt Gehalt: 2150 Euro brutto (Tarifgehalt) Arbeitszeit: 36 Wochenstunden

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