"Kinderlärm ist Zukunftsmusik." Mit diesem Spruch bewarb sich 2010 CDU-Politiker Christian Wulff um das Amt des Bundespräsidenten. Doch auch mehr als ein Jahr später tut die Bundesregierung immer noch zu wenig für die Kinder in Deutschland. Deshalb fordert die stellvertretende SPD-Vorsitzende und Ministerin für Soziales und Gesundheit in Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, die Regierung auf, Kinderrechte endlich im Grundgesetz zu verankern. Sie ist überzeugt: "Eine Ergänzung des Grundgesetzes könnte die Situation von Kindern in vielen Lebensbereichen wirksam verbessern."
Zu einer Verbesserung der Kinderrechte will auch die Sozialistische Jugend Deutschlands - Die Falken beitragen. Vor knapp einem Jahr hat sie deshalb die Internetseite Fuer-kinderrechte.de ins Leben gerufen, die Kinder spielerisch über ihre Rechte informiert.
Eine virtuelle Menschenkette
Seit heute ist Fuer-kinderrechte.de außerdem Plattform für die Aktion "Menschenkette für Kinderrechte" der National Coalition für die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland. Bis zum 20. November, dem 22. Jahrestag der Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention, kann sich auf der Seite jeder seine eigene virtuelle Figur zusammenstellen, versehen mit dem Kinderrecht, das ihm am meisten am Herzen liegt. Diese reiht sich dann ein in die bunte Online-Menschenkette.
Ziel der Aktion ist es, die Kinderrechte bekannter zu machen. Die Sprecher der National Coalition, Sabine Skutta und Jörg Maywald, bedauern, dass "Kinderrechte in Deutschland immer noch nicht oben auf der Agenda" stehen. Für sie steht fest: "Um alle Kinder in Deutschland unter den vollen Schutz des Völkerrechts zu stellen, sind rechtliche Reformen und konkrete Maßnahmen dringend erforderlich."







