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SPD für kommunale Energiewende

Rosemarie Lang • 21. June 2011

SPD-Politiker und Vertreter der Stadtwerke Haßfurt sprechen über erneuerbare Energien. Foto: SPD
SPD-Politiker und Vertreter der Stadtwerke Haßfurt sprechen über erneuerbare Energien. Foto: SPD

"Unsere Bürgerinnen und Bürger sind an unseren Erneuerbaren Energien beteiligt: Strom aus Haßfurt für Haßfurt", erklärt der Geschäftsführer der Stadtwerke Norbert Zösch. Von dieser Idee ist auch die Unterfranken-SPD überzeugt. "Wir kämpfen nicht nur für den Ausstieg aus der Atomkraft, sondern für eine Energiewende vor Ort", fordert Vorsitzender Frank Hofmann, MdB.

Stadtwerke für erneuerbare Energien

Auf Einladung von Stephan Speicher, Vorsitzender der SPD Haßfurt, besuchte der Vorstand der Unterfranken-SPD die dortigen Stadtwerke. "Für die unterfränkischen Kommunen ist Haßfurt ein wichtiges Beispiel. Schon in zwei Jahren wollen wir fast komplett auf örtliche Erneuerbare Energien umsteigen", so Schneider, der auch Stadtrat in Haßfurt ist.

Norbert Zösch stellte neben den Wind-, Solar- und Biogasanlagen zur Stromgewinnung auch den neuen intelligenten Stromzähler vor. "Schon vor Jahren haben wir auch in die Versorgung mit Breitband investiert. Die Stadtwerke Haßfurt stehen für die kommunale Daseinsvorsorge, dazu gehört heute auch das Internet", so Norbert Zösch. Diese Versorgung können die Stadtwerke nun für die Stromzähler nutzen. "Mit diesen Zählern kann jetzt jede Verbraucher seinen eigenen Stromverbrauch kontrollieren und die größten Stromfresser entlarven. So ist Energiesparen viel einfacher möglich", freute sich der Niederwerrner Gemeinderat Thomas Wohlfahrt. "Das brauchen wir auch für Niederwerrn!"

Investitionen in kommunale Energiegewinnung

Marietta Eder, die die Unterfranken-SPD im unterfränkischen Bündnis gegen Atomkraft vertritt, ist überzeugt davon, dass so auch neue Arbeitsplätze vor Ort geschaffen werden. "Die Diskussion über angeblich nötige Hochstromkabel durch Deutschland, geht an der Realität vorbei. Wir brauchen als ersten Schritt Investitionen vor Ort, die wiederum die heimische Wirtschaft stärken." Die kommunalen Energieversorgen haben Investitionen von über sechs Milliarden angekündigt. "So bekommen wir Strom von vor Ort für die Menschen vor Ort, und das auch zu bezahlbaren Preisen."

Dafür ist der Ausstieg aus der Atomenergie nötig. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Frank Hofmann ist jedoch noch skeptisch, was in den acht Gesetzesvorlagen genau drin steht: "Wir müssen in kürzester Zeit genau prüfen, was die Regierung vorschlägt, damit wir wirklich einen schnellen und unumkehrbaren Ausstieg schaffen", so Hofmann.

Plädoyer gegen Atomkraft

Der SPD-Landtagsabgeordneten Sabine Dittmar liegt besonders die Sicherheit der AKWs am Herzen: "Markus Söder sieht sich gern als Lebensminister. Er kann sich aber nicht um die Gesundheit und das Leben sorgen, wenn er beim Riss des Thermoschutzrohres das AKW Grafenrheinfeld nicht abschaltet". Gemeinsam mit dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Volkmar Halbleib, MdL, und Karin Pranghofer, MdL, hat Sabine Dittmar zahlreiche Anfragen gestellt. "Das Ergebnis: die schwarz-gelbe Staatsregierung ist unfähig und kann nicht weiter die Atomaufsicht übernehmen. Statt Informationen zurückzuhalten, hätte Söder im Juni 2010 dringend abschalten müssen!" so Sabine Dittmar.

Die Unterfranken-SPD und die unterfränkischen Abgeordneten werden weiter kritisch das Atomkraftwerk Grafenrheinfeld prüfen und für die Energiewende kämpfen. "Das AKW Grafenrheinfeld muss, wie jedes andere AKW, abgeschaltet werden. Wir hatten in der rot-grünen Bundesregierung 2014 erreicht, dass muss auch so bleiben", betont Frank Hofmann abschließend.

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