"Wenn man wissen will, wie moderne gewerkschaftliche Frauenpolitik aussieht, dann schaue man sich das Wirken von Vera Morgenstern an", empfiehlt die Berliner Staatssekretärin für Frauen Almuth Hartwig-Tiedt. Wie kaum eine andere habe sich Vera Morgenstern für die Durchsetzung der Frauenquote, die Integration der Fraueninteressen in der Gewerkschaft ver.di, die Etablierung von Gender Mainstreaming sowie für Entgeltgleichheit und Diskriminierungsfreiheit eingesetzt, heißt es in einer Pressemitteilung der Senatsverwaltung Berlin.
1969 trat Morgenstern in die Gewerkschaft und in die SPD ein und war als Jugendvertreterin sowie im Landesvorstand der Jungsozialisten Baden-Württemberg aktiv. Dort wurde sie 1973 Landesfrauensekretärin des DGB. Es folgte ihre Amt als Bundesfrauensekretärin der Gewerkschaft ÖTV, für das sie dreimal wiedergewählt wurde. Besonders wirksam war sie danach als Leiterin des Bereichs Frauen- und Gleichstellungspolitik bei ver.di, deren Gleichstellungspolitik sie nachhaltig geprägt habe. Sie habe zusammen mit Frank Bsirske "dazu beigetragen, die Zusammenarbeit von Gewerkschaft, NGOs und sozialen Bewegungen zu etablieren."
Für diese Leistungen wurde Vera Morgenstern am 30. Mai, unter anhaltendem Applaus von Gästen aus Gewerkschafts- und Parteipolitik, in Berlin das Bundesverdienstkreuz verliehen. Zu den Gratulanten zählten Monika Brandl und weitere Kolleginnen für den ver.di-Bundesfrauenrat, Doro Zinke für den DGB , Bezirksbürgermeister und SPD-Kreisvorsitzender Dr. Christian Hanke, der Vorsitzende der Bezirksverordnetenversammlung Uli Davids sowie Andrea Nahles. Vera ist bei den Wahlen am 18. September SPD-Kandidatin für die Bezirksverordnetenversammlung in Berlin-Mitte.







