Viele junge Leute kennen das Problem: Endlich den hart erarbeiteten Studienabschluss in der Tasche und schon muss die nächste Hürde bestanden, ein Job gefunden werden. Es sollte möglichst eine interessante, gut bezahlte und unbefristete Stelle sein. Häufig ergibt sich zunächst nur ein Praktikum.
Praktika nach dem Studium
Nach einer ersten Studie zum Thema Praktikum nach dem Hochschulabschluss aus dem Jahr 2007, liegen nun die Ergebnisse einer neuen Studie des DGB und der Hans-Böckler-Stiftung zu diesem Thema vor. Obwohl die Befragten im Durchschnitt schon vier Praktika während ihres Studiums absolvierten, machten mehr als ein Drittel auch nach dem Abschluss noch mindestens ein weiteres. Viele hoffen, nach einem Praktikum in eine reguläre Anstellung übernommen zu werden. Tatsächlich erhalten nur 22 Prozent ein Übernahmeangebot.
Gut die Hälfte der Befragten bewertet ihr Praktikum als "gut", 20 Prozent als "schlecht". Ein Problem ist die Tatsache, dass vier von fünf Praktikanten in ihrem Betrieb eine volle Stelle ausfüllen, ohne dabei angemessen betreut und bezahlt zu werden. Die fertig ausgebildeten jungen Menschen verdienen als Praktikanten im Durchschnitt 551 Euro brutto im Monat. "Es kann und darf nicht sein, dass qualifizierte Hochschulabsolventen als Praktikanten ausgebeutet werden", so die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock bei der Vorstellung der Studie in Berlin.
Forderungen des DGB
Aus diesem Grund fordert der DGB insbesondere drei Dinge: Eine möglichst genaue Definition von "Praktikum" im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB), inhaltliche Regelungen - ein Praktikum sollte als Lernverhältnis verstanden werden sowie klare arbeitsrechtliche Regelungen für Praktikanten.
An der Online-Befragung nahmen rund 670 Absolventinnen und Absolventen der Universität Hamburg, Universität zu Köln, Universität Rostock und der Freien Universität Berlin teil. Sie beantworteten Fragen zu ihrem beruflichen Werdegang in den ersten dreieinhalb Jahren nach Studienabschluss.







